Japanische und südkoreanische Aktien brechen bei einem Kospi-Einbruch von fast 6 % ein, SK Hynix verliert fast 10 %, Kioxia stürzt um über 12 % ab

Quelle Tradingkey

TradingKey – Am 19. August erlebten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte eine neue Verkaufswelle. Der südkoreanische KOSPI Index schloss 5,80 % im Minus bei 6.471,17 Punkten, während der japanische Nikkei 225 Index um 3,16 % auf 65.326,42 Punkte fiel. Dies war der zweite Verlusttag in Folge und zugleich der niedrigste Schlussstand seit fast zwei Wochen.

Der Abwärtstrend am südkoreanischen Markt war im frühen Handel besonders stark; der KOSPI fiel kurz nach der Eröffnung um mehr als 6 %. Die Korea Exchange löste ihren Sidecar-Mechanismus aus und setzte KOSPI-Programmverkaufsaufträge für 5 Minuten aus, um der ungewöhnlichen Volatilität entgegenzuwirken.

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Quelle: TradingView

Schwergewichte aus dem Halbleiter- und Technologiesektor trugen die Hauptlast des Rücksetzers: Samsung Electronics fiel um 7,82 % auf 247.500 Won (etwa 177 US-Dollar), und SK Hynix stürzte um 9,75 % auf 1.500.000 Won ab.

Auch japanische Tech-Aktien verzeichneten deutliche Verluste. Kioxia sackte um 12,60 % ab und schloss bei 49.950 Yen (etwa 314 US-Dollar), während SoftBank Group um 10,34 % auf 5.227 Yen nachgab, da Kapital auf breiter Front aus Aktien der KI- und Speicher-Lieferkette abfloss.

Ein wesentlicher Faktor hinter dieser Marktkorrektur war der rasche Anstieg der weltweiten Anleiherenditen. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterte kurzzeitig in die Nähe ihres höchsten Standes seit 2007, während auch die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf einem vergleichsweise hohen Niveau verharrte, das seit Anfang 2025 nicht mehr erreicht wurde.

Mit dem Anstieg der risikofreien Zinsen begannen die Märkte, die Bewertung hoch bewerteter Tech-Aktien neu zu beurteilen. Unternehmen, die kontinuierliche massive Investitionen für den Aufbau der KI-Infrastruktur benötigen, gerieten hinsichtlich ihrer künftigen Finanzierungskosten und Ertragskraft unter verstärkte Beobachtung.

Halbleiterunternehmen reagieren auf diesen Trend besonders sensibel. Da die Gewinnerwartungen der Chiphersteller häufig an das Nachfragewachstum der kommenden Jahre gekoppelt sind, verringern steigende Zinsen ihre Bewertungsmultiplikatoren weiter.

Unterdessen belasteten die Spannungen im Nahen Osten den Markt weiterhin. Die USA und der Iran verharren bei Folgelösungen in einer Pattsituation, während die Schifffahrtssicherheit in der Straße von Hormus unter genauer Beobachtung blieb. Angetrieben von der Sorge der Anleger über mögliche Unterbrechungen der Energieversorgung stiegen die internationalen Rohölpreise den dritten Handelstag in Folge. Ein weiterer Anstieg der Energiepreise könnte die globale Inflation erneut anheizen und den Handlungsspielraum großer Zentralbanken für künftige Zinssenkungen einschränken, was hoch bewerteten Tech-Werten einen weiteren Dämpfer versetzen würde.

Jung In Yun, Global CEO von Fibonacci Asset Management, merkte an, dass der langfristige Wachstumstrend bei KI zwar intakt bleibe, steigende Zinsen und geopolitische Risiken jedoch die Bereitschaft der Anleger dämpfen, hohe Bewertungsaufschläge für wachstumsstarke Vermögenswerte zu zahlen. Er fügte hinzu, dass die jüngsten Kursverluste neben makroökonomischen Faktoren auch Gewinnmitnahmen von Anlegern nach vorausgegangenen deutlichen Gewinnen widerspiegelten.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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