TradingKey - Der Aktienkurs von Meta hat sich am Vorabend des Quartalsberichts leicht erholt. Sollten die Investitionsausgaben jedoch weiter nach oben korrigiert werden, dürfte sich der Abwärtstrend der Aktie fortsetzen.
Am 29. Juli US-Ostküstenzeit verzeichnete Meta ( META) eine leichte Erholung und stieg um 0,64 % auf vorübergehend 597,21 US-Dollar. In den vergangenen neun Handelstagen war die Meta-Aktie jedoch enormem Verkaufsdruck ausgesetzt und fiel kontinuierlich von ihrem Hoch bei über 680 US-Dollar, was einem kumulierten Minus von bislang über 12 % entspricht und die Jahresperformance nach unten zieht.
Der Hauptgrund für den kontinuierlichen Kursrückgang bei Meta liegt nicht in einer Werbeflaute, sondern vielmehr in den zu hohen Ausgaben. Die Prognose von Meta zeigt, dass die CapEx-Prognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich auf 125 bis 145 Milliarden US-Dollar nach oben korrigiert wurde. Dies entspricht fast 50 % des Umsatzes – der höchste Wert unter den „Magnificent Seven“ und weitaus höher als bei Alphabet ( GOOG ), Microsoft ( MSFT) und Amazon ( AMZN) sowie anderen Tech-Riesen.
Dieses Ausgabeverhalten hat den freien Cashflow (FCF) und die operative Marge von Meta geschmälert. Aufgrund des Ausbaus von Rechenzentren und des Kaufs teurer KI-Chips und -Speicher sank die operative Marge von META von ihrem Höchststand von 48 % auf rund 41 %. Investoren befürchten, dass sich der Return on Investment (ROI) für KI erst sehr spät einstellt, was den Cashflow stark schrumpfen lassen würde.
Nach US-Börsenschluss wird Meta heute seinen Bericht für das zweite Quartal vorlegen. Der Markt konzentriert sich stark darauf, ob die CapEx-Prognose weiter nach oben korrigiert wird. Sollte die Ausgabenprognose erneut aus dem Ruder laufen, könnte dies kurzfristig eine zweite Verkaufswelle auslösen und das diesjährige Tief bei 520 US-Dollar erneut testen. Bleiben die CapEx-Planungen hingegen unverändert und fällt der Ausblick auf das nächste Quartal moderat aus, könnte der Markt den aktuellen Ausverkauf als übertriebene Panik werten, was dem Aktienkurs zu einer leichten Erholung verhelfen dürfte.
Obwohl die Investitionsausgaben von Meta vom Markt genau beobachtet werden, entscheiden sie letztlich nur darüber, ob sich die Lage weiter verschlechtert. Was hingegen wirklich für eine deutliche Verbesserung sorgen könnte, ist das Kerngeschäft mit Werbung. Wenn die Werbeeinnahmen im zweiten Quartal eine robuste Widerstandsfähigkeit zeigen und die Erwartungen weit übertreffen, womit bewiesen wäre, dass KI die Werbeerlöse spürbar angekurbelt hat, würde dies dem Aktienkurs neuen Auftrieb geben.
Seit dem Erreichen eines neuen Höchststands im August 2025 sind die Erholungshochs und Korrekturtiefs des META-Aktienkurses kontinuierlich gesunken. Sie bilden ein symmetrisches Dreieck, das sich seiner Spitze nähert, was darauf hindeutet, dass ein Trendausbruch näher rückt. Sollten die anstehenden Quartalsdaten nur durchschnittlich ausfallen, dürfte der META-Aktienkurs weiterhin in einer engen Spanne um 600 US-Dollar schwanken. Werden die Erwartungen übertroffen, ist mit einem Ausbruch nach oben zu rechnen, um die 700 US-Dollar herauszufordern; andernfalls droht ein Ausbruch nach unten.

META-Aktienkurs-Chart, Quelle: TradingView