TradingKey – Gegen Microsoft wird von der britischen Wettbewerbsbehörde CMA wegen des Verdachts auf Produktbündelung und automatische Preiserhöhungen bei Vertragsverlängerungen ermittelt.
Laut Marktberichten vom 29. Juli hat die britische Wettbewerbsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) eine Untersuchung gegen Microsoft ( MSFT ) eingeleitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, ob das Unternehmen seine Position auf dem Markt für Bürosoftware ausgenutzt hat, um KI-Tools (Copilot) zwangsweise zu bündeln und automatische Preiserhöhungen bei Verlängerungen durchzusetzen, sowie auf einer mutmaßlichen Irreführung von Verbrauchern. Im vorbörslichen Handel stieg die Microsoft-Aktie um 0,25 % auf 394,35 US-Dollar.
Sollte die CMA letztendlich feststellen, dass Microsoft schwerwiegend gegen Verbraucherschutzgesetze oder Kartellvorschriften verstoßen hat, ist sie gesetzlich befugt, eine Geldstrafe von bis zu 10 % des weltweiten Gesamtumsatzes von Microsoft zu verhängen. Basierend auf dem weltweiten Jahresumsatz von Microsoft von über 280 Milliarden US-Dollar würde die theoretische Höchststrafe von 10 % mehr als 28 Milliarden US-Dollar betragen. Derzeit hat die CMA jedoch kein rechtswidriges Verhalten von Microsoft festgestellt.
Im Mai dieses Jahres leitete die CMA eine weitere Untersuchung des Ökosystems für kommerzielle Software von Microsoft – einschließlich Windows, Office, Teams, Copilot usw. – ein, um zu prüfen, ob das Unternehmen Geschäftskunden an sich bindet und den Wettbewerb durch KI-Produkte von Drittanbietern durch tiefe Produktbündelung, mangelnde plattformübergreifende Interoperabilität und Standardeinstellungen behindert. Bislang hat die CMA das gesammelte Feedback von Öffentlichkeit und Unternehmen veröffentlicht, aber noch keine endgültige Entscheidung in dieser Untersuchung getroffen; die Ergebnisse werden bis Februar 2027 erwartet.