GBP/JPY setzt seine verhaltene Kursentwicklung am Mittwoch fort und bildet eine Reihe kleiner Kerzenkörper, nachdem es Anfang dieses Monats kurzzeitig über 219,00 gestiegen war, dem höchsten Stand seit Dezember 2007. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Währungspaar bei etwa 217,50.
Der Verlust an Aufwärtsdynamik spiegelt eher eine nachlassende Stimmung gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) wider als eine nennenswerte Erholung des Japanischen Yen (JPY). Der anfängliche Optimismus nach der Ernennung des neuen britischen Premierministers ist verflogen, wobei fiskalische Sorgen erneut zu einem kurzfristigen Belastungsfaktor für das Pfund Sterling werden.
Allerdings erscheint die Abwärtsseite für GBP/JPY begrenzt, da der Yen aufgrund der großen Zinsdifferenz Japans zu anderen großen Volkswirtschaften insgesamt schwach bleibt. Der jüngste Energieschock belastet die Währung ebenfalls, da das Land stark von importiertem Öl abhängig ist.
Unterdessen vermeiden Händler auch aggressive Richtungspositionen, da die geldpolitischen Ankündigungen der Bank of England (BoE) und der Bank of Japan (BoJ) zu den wichtigsten Risikoevents gehören, die im Laufe dieser Woche anstehen.
Von beiden Zentralbanken wird weithin erwartet, dass sie die Zinssätze unverändert lassen, wodurch sich die Aufmerksamkeit auf ihre geldpolitischen Stellungnahmen und die Äußerungen der Verantwortlichen richtet, um Hinweise auf den künftigen Zinspfad und darauf zu erhalten, wie die Entscheidungsträger auf die durch Energie getriebenen Inflationsrisiken reagieren wollen.

Auf dem Tageschart behält GBP/JPY einen konstruktiven kurzfristigen Bias bei, da es sich geringfügig über dem 21-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 217,48 und deutlich über den 50-, 100- und 200-Tage-SMAs hält.
Das Momentum ist gemischt, wobei der Relative Strength Index (RSI) nach dem Rückgang aus dem überkauften Bereich bei etwa 54 liegt, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator knapp unter null gefallen ist, was darauf hindeutet, dass die Aufwärtsdynamik nachlässt, statt einzubrechen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 218,50, gefolgt vom Jahreshoch bei 219,61. Auf der Unterseite ergibt sich die erste Unterstützung am 21-Tage-SMA nahe 217,48, wobei der 50-Tage-SMA bei 215,60 und der 100-Tage-SMA bei 214,43 zusätzliche Unterstützungszonen bieten, falls sich ein tieferer Pullback entwickelt.
Eine deutlichere Verschlechterung würde die breitere bullishe Struktur um den 200-Tage-SMA bei 211,56 freilegen, wo Käufer voraussichtlich den längerfristigen Trend verteidigen würden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Bank of England (BoE) trifft ihre Zinsentscheidung am Ende jeder ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr. Verfolgt die BoE einen restriktiven (hawkischen) Kurs in Bezug auf die Inflation und hebt die Zinsen an, wird das in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet. Umgekehrt gilt: Eine lockere (dovishe) Haltung mit gleichbleibenden oder sinkenden Zinssätzen wird meist als negativ (bearish) für das GBP interpretiert.
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Quelle: Bank of England