TradingKey - KOSPI-Index bricht um über 4 % ein, da sowohl Samsung Electronics als auch SK Hynix um mehr als 3 % fallen und erneut wichtige Marken aufgeben.
Im asiatischen Handel am 20. Juli gelang es den südkoreanischen Aktien letztendlich nicht, die kurze, volatile Erholung aus dem Vormittagshandel zu behaupten. Stattdessen kapitulierten sie unter dem unerbittlichen Druck von Panikverkäufen und programmgesteuerten Verkaufsaufträgen am Nachmittag und gaben bis zum Handelsschluss völlig nach. Der KOSPI-Index brach letztlich um 4,46 % ein und schloss bei 6.516,28 Punkten, womit er die Marke von 6.500 Punkten erneut testete.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Südkoreanische Schwergewichte gaben auf breiter Front nach, wobei Tech-Giganten weiterhin als Liquiditätsquelle dienten. Samsung Electronics war wahllosen Kapitalabverkäufen ausgesetzt und schloss mit einem Minus von 3,73 %, womit die Aktie erneut unter die Marke von 250.000 Won fiel und bei 245.500 Won schloss – ein neuer Tiefstand seit dem 6. Mai. SK Hynix leistete im Tagesverlauf zwar kurzzeitig Widerstand, da ein massiver Aufschlag auf seine US-ADRs einige ausländische ETF-Substitutionskäufe auslöste, wurde jedoch im späten Handel vom marktweiten Deleveraging-Tsunami mit nach unten gerissen. Das Papier schloss 3,64 % im Minus und fiel damit erneut unter die Marke von 1,8 Millionen Won, um den Handel bei 1.775.000 Won zu beenden.
Die japanischen Märkte blieben heute wegen des Feiertags „Tag des Meeres“ geschlossen und entgingen so der heutigen zweiten Welle schwerer Verluste im asiatisch-pazifischen Halbleitersektor. Da halbleiterlastige Märkte wie Südkorea und Taiwan am Montag jedoch extrem schwach blieben und die Nikkei-Futures an der Börse Osaka (OSE) im heutigen nachbörslichen Handel weiter unter Druck standen, steht dem japanischen Aktienmarkt bei der Wiederaufnahme des Handels morgen voraussichtlich eine harte Belastungsprobe durch Nachholverkäufe bevor.