Micron-Aktienkurs steigt um über 9 % und kehrt auf 100 $ zurück. Neuer inländischer Expansionsplan im Wert von 50 Milliarden $ hinzugefügt, während mehrere Führungskräfte von Technologieunternehmen ihre Bestände an US-Kerntechnologieanlagen während der Korrektur aufstocken.

Quelle Tradingkey

TradingKey – Am 9. Juli Ortszeit (Eastern Time) eroberten die Aktien von Micron Technology ( MU) die Marke von 1.000 USD zurück und stiegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 7,69 % auf 1.021 USD. Seit dem Erreichen eines Allzeithochs von 1.254,8 USD am 25. Juni verzeichnete die Micron-Aktie einen Rückgang von mehr als 10 %. Der Kursanstieg im frühen Handel heute wurde durch mehrere positive Faktoren begünstigt.

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[Quelle: TradingView]

Micron gab heute bekannt, dass das Unternehmen seine zuvor angekündigten Pläne zur inländischen Expansion in den USA auf 250 Milliarden USD aufstockt, was einer Erhöhung um 50 Milliarden USD gegenüber der ursprünglichen Zusage entspricht. Dieser Schritt unterstreicht das explosive Nachfragewachstum nach Speicherchips, das durch den Boom der KI-Infrastruktur angetrieben wird. Die Projekte umfassen mehrere Pläne zum Bau von Werken in New York, Idaho und Virginia, wobei sich die gesamten Investitionsausgaben voraussichtlich bis 2035 erstrecken werden.

Darüber hinaus erklärte Micron, weitere 3 Milliarden USD bereitzustellen, um die inländische Halbleiter-Lieferkette zu stärken. Dies beinhaltet die Bereitstellung einer strategischen Finanzierung in Höhe von 500 Millionen USD für den in Taiwan ansässigen Siliziumwafer-Zulieferer GlobalWafers Co., wobei beide Parteien eine zehnjährige Rohstoff-Liefervereinbarung unterzeichnet haben.

Abgesehen von den eigenen Unternehmensmaßnahmen äußerte sich auch die Bank of America positiv zur jüngsten Korrektur bei Halbleiteraktien. Die Bank bekräftigte ihre Einstufung für Micron auf "Buy" und sieht das Unternehmen weiterhin als das attraktivste Investitionsziel in der Speicherbranche.

Das Institut stellte fest, dass Halbleiteraktien im Sommer häufig konsolidieren. Sobald der Markt jedoch Gewinnmitnahmen und Bewertungskorrekturen abgeschlossen hat, entsteht im Herbst oft eine neue Rallye-Welle. Die Bank of America erwartet, dass sich die weltweiten Investitionsausgaben für Cloud-Computing und KI-Infrastruktur bis 2027 auf fast 1,5 Billionen USD belaufen werden, was einem Wachstum von etwa 40 % bis 50 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. Im Bereich der Speicherchips ist die Bank der Ansicht, dass die Speicherbranche angesichts der anhaltenden Nachfrage nach HBM, DDR5 und Unternehmensspeichern sowie der anhaltenden Nachfrage nach DRAM und NAND-Flash durch KI-Server ein Hauptnutznießer der KI-Investitionswelle bleiben wird, was deutlichen Spielraum für eine Erholung der Bewertungen lässt.

Die renommierte Investmentbank Evercore ISI teilte diese Ansicht und bezeichnete die jüngste Korrektur als "gesund". Das Institut wies ferner darauf hin, dass selbst die Renditen von US-Staatsanleihen ungewöhnliche Schwankungen gezeigt haben. In einem typischen Risk-off-Umfeld würden die Renditen viel deutlicher fallen, aber durch KI getriebene Inflationssorgen dämpfen diese Reaktion. Angesichts der jüngsten Gewinne bei Chip-Aktien ist eine Korrektur von 20 % bis 30 % auf lange Sicht tatsächlich gesund.

Unterdessen zeigten von Sentiment Trader zusammengestellte Daten, dass die Käufe am Sekundärmarkt durch Insider – wie Vorstände, Führungskräfte und Großaktionäre von US-Tech-Unternehmen – auf den höchsten Stand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2010 gestiegen sind. Vor dem Hintergrund von Marktsorgen über hohe Bewertungen im KI-Sektor und makroökonomischem Gegenwind unterstreicht dieser kollektive Schritt des Branchenkapitals das starke Vertrauen in die mittel- bis langfristigen Fundamentaldaten des Sektors. Die Daten zeigen, dass der aktuelle Stimmungsindex für Tech-Insiderkäufe einen Wert von 28 erreichte und damit alle früheren zyklischen Höchststände der letzten fünfzehn Jahre deutlich übertraf.

Marktanalysten merkten an, dass Insiderkäufe ein äußerst wertvoller Indikator sind, da Führungskräfte sich auf operative Daten aus erster Hand verlassen, um festzustellen, ob die aktuellen Aktienkurse attraktive Einstiegspunkte bieten, ohne sich von kurzfristigen Marktvolatilitäten beeinflussen zu lassen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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