Goldpreis-Prognose: Erholungen dürften begrenzt sein, da der 20-Tage-EMA nach unten tendiert

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis steigt auf fast 4.110 USD angesichts leichter Schwäche des US-Dollars.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed in diesem Jahr mindestens einmal die Zinssätze anhebt, hat sich erhöht.
  • Der Krieg im Nahen Osten könnte sich verlängern, da die USA iranische Infrastruktur angreifen.

Der Goldpreis (XAU/USD) steigt während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag um 0,8 % auf fast 4.110 USD. Das Edelmetall gewinnt, da der US-Dollar (USD) trotz einer leichten Verbesserung der Erwartungen, dass die nächste geldpolitische Maßnahme der Federal Reserve (Fed) nach oben gerichtet sein wird, schwächer notiert.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, 0,1 % tiefer bei rund 100,95, nachdem er mehr als die Hälfte seiner frühen Verluste wieder aufgeholt hat.

Dem CME FedWatch Tool zufolge sind die Chancen, dass die Fed in diesem Jahr mindestens einmal die Zinssätze anhebt, von fast 78 % vor einer Woche auf 83,4 % gestiegen.

Die hawkishen Aussichten der Fed haben zugenommen, da die Ölpreise aufgrund der erneuten Spannungen im Nahen Osten stark zurückgeprallt sind.

Technisch gesehen sind höhere Zinssätze der Fed schlecht für nicht-verzinsliche Anlagen wie Gold.

Investoren befürchten, dass die erneuten Feindseligkeiten im Nahen Osten wahrscheinlich andauern werden, da die US-Streitkräfte iranische Infrastruktur angegriffen haben. Früher am Tag berichteten iranische Staatsmedien, dass mehrere US-Artilleriegranaten eine Eisenbahnbrücke westlich von Aghala in Golestan getroffen und mehrere Explosionen ausgelöst haben.

Am Mittwoch sagte der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, am Rande des NATO-Gipfels, dass unsere Streitkräfte Iran möglicherweise erneut angreifen und bei Bedarf auch die Energie- und Wasserinfrastruktur des Landes angreifen würden.

Gold technische Analyse

XAU/USD notiert höher bei rund 4.110 USD, behält jedoch einen kurzfristig bärischen Ton bei, da es unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 4.153,16 USD bleibt. Das Metall konnte diese dynamische Barriere nicht zurückerobern, wodurch die breiteren Erholungsversuche begrenzt bleiben, während der Relative Strength Index (RSI) bei 43,30 unter dem neutralen Bereich liegt, was auf ein gedämpftes bullishes Momentum und nicht auf eine entscheidende Erholung hindeutet.

Auf der Oberseite ist der unmittelbare Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 4.153,16 USD definiert, und ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau wäre erforderlich, um den aktuellen Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für eine konstruktivere Tendenz zu ebnen. Darüber hinaus könnte das gelbe Metall auf fast 4.200 USD steigen.

Auf der Unterseite könnte das Edelmetall auf das Tief vom 28. Oktober bei 3.886,62 USD fallen, wenn es unter das Juni-Tief bei 3.941,76 USD rutscht.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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