TradingKey - Am 30. Juni (EST) stieg AMD ( AMD) stieg zeitweise auf 579,73 USD und erreichte damit ein weiteres Rekordhoch. Bei Redaktionsschluss verzeichnete die Aktie ein Plus von über 7 % auf 577,61 USD. Berichten zufolge hob Wells Fargo sein Kursziel für AMD von 505 USD auf 615 USD an – eine Aufwärtskorrektur von über 21 % – und behielt die Einstufung "Overweight" bei.

[Quelle: TradingView]
Wells Fargo korrigierte seine CPU-Umsatzprognosen für AMD deutlich nach oben und prognostiziert für 2026, 2027 bzw. 2028 CPU-Umsätze von 16,0 Milliarden USD, 20,5 Milliarden USD und 25,0 Milliarden USD.
Die Analysten des Instituts erwarten, dass der Umsatz von AMD im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 68 % und in den Jahren 2027 und 2028 um 28 % bzw. 22 % wachsen wird, wobei der jährliche CPU-Umsatz dann etwa 25 Milliarden USD erreichen wird. Die Wachstumsprognosen für GPUs sind noch aggressiver: Sie sollen in diesem Jahr 15,6 Milliarden USD und im Jahr 2027 40,6 Milliarden USD erreichen und bis 2028 auf 63,0 Milliarden USD ansteigen.
Bemerkenswerter ist, dass AMDs Server-CPU der sechsten Generation in 2nm, Venice, Ende Mai mit dem Produktionshochlauf begonnen hat und in der zweiten Jahreshälfte schrittweise hochgefahren wird. Das Unternehmen erklärte, dass die Anzahl der an der Validierung beteiligten Kunden die aller vorherigen Generationen übertrifft. Das Nachfolgeprodukt Verano soll voraussichtlich 2027 auf den Markt kommen und konzentriert sich auf die KI-Leistung pro Dollar und pro Watt.
Morgan Stanley wies in seinem jüngsten Bericht darauf hin, dass die Auslieferungen von AMDs EPYC-CPU-Plattform der nächsten Generation für Server, "Venice", im Jahr 2027 voraussichtlich 6,75 Millionen Einheiten erreichen werden, womit sie die 5,75 Millionen Einheiten von Nvidias Vera-CPU übertreffen würden.
Berichten zufolge basiert AMDs EPYC-CPU-Plattform der nächsten Generation "Venice" auf dem 2nm-Verfahren von TSMC, kann bis zu 256 Zen-6-Kerne aufnehmen und zielt auf die Märkte für KI und High-Performance-Computing (HPC) ab. Im Gegensatz dazu nutzt Nvidias Vera-CPU das 3nm-Verfahren von TSMC und verfügt über 88 maßgeschneiderte Olympus-Kerne.
Analysten sind der Ansicht, dass die Gesamtleistung und Effizienz von AMDs Venice-CPU der Vera-CPU von Nvidia überlegen sind.