USD/IDR gibt nach zwei Tagen mit Gewinnen nach und wird während der europäischen Handelsstunden am Dienstag um 17.670 gehandelt. Das Paar verliert an Boden, da die Indonesische Rupie (IDR) durch die positive wirtschaftliche Stimmung nach beruhigenden Äußerungen von Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa Unterstützung erhält. Der Minister äußerte sich zuversichtlich, dass Indonesiens BIP-Wachstum trotz der Auswirkungen der jüngsten Naturkatastrophen im dritten und vierten Quartal solide bleiben wird, und betonte, dass der Staatshaushalt keinen nennenswerten fiskalischen Risiken ausgesetzt sei.
Die Stärke der IDR wird zudem durch robuste externe finanzielle Puffer gestützt. Indonesiens Devisenreserven erreichten im August ein Fünfmonatshoch, was zusätzliche Stabilität bietet und das Vertrauen der Anleger in den makroökonomischen Ausblick des Landes stärkt.
Allerdings könnte die Abwärtsbewegung des USD/IDR-Paares begrenzt bleiben, da der US-Dollar (USD) nach der Erholung seiner Tagesverluste im positiven Bereich gehandelt wird. Händler preisen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 60% für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September ein, gestützt durch einen stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für August.
Die US Nonfarm Payrolls stiegen um 162.000, während die Arbeitslosenquote unverändert blieb. Anleger warten nun auf die im Laufe dieser Woche anstehenden Berichte zum US-Erzeugerpreisindex und Verbraucherpreisindex, um den nächsten geldpolitischen Schritt der Fed einzuschätzen.
Strategen von BNY Markets sagen, die jüngsten Arbeitsmarktdaten hätten ihre Überzeugung bestärkt, dass weitere geldpolitische Straffungen kurz bevorstehen. Sie merken an: "Nach dem außergewöhnlich starken Arbeitsmarktbericht vom Freitag scheinen selbst Gouverneur Christopher Wallers etwas zwiespältige Kommentare vom Donnerstag nicht auszureichen, um unsere Ansicht zu ändern, dass eine Zinserhöhung unmittelbar bevorsteht."
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.