GBP/USD legt nach zwei Verlusttagen zu und notiert während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag um 1,3500. Das Währungspaar erhält Auftrieb, da eine starke Rally des japanischen Yen (JPY) den US-Dollar (USD) erheblich belastete. Dieser plötzliche Yen-Anstieg wurde weitgehend durch Marktspekulationen ausgelöst, wonach die japanischen Behörden einen Rate Check durchgeführt hätten, was auf eine mögliche direkte Intervention an den Devisenmärkten hindeutet.
Zusätzlich zu den Problemen des Greenback zeigten jüngste Wirtschaftsdaten eine Verlangsamung der Beschäftigung im privaten Sektor der USA im August, wobei die ADP-Daten nur 38.000 neu geschaffene Stellen auswiesen, gegenüber erwarteten 47.000. Trotz dieser abkühlenden Arbeitsmarktsignale preisen die Finanzmärkte weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln für eine Zinserhöhung der Federal Reserve noch in diesem Monat ein, sodass Händler gespannt auf die kommenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und den umfassenden Arbeitsmarktbericht vom Freitag warten, um eine klarere geldpolitische Richtung zu erhalten.
Unterdessen könnten die Gewinne des GBP/USD-Paares begrenzt bleiben, da auch das britische Pfund (GBP) mit Gegenwind konfrontiert sein dürfte. Eine erhöhte globale Risikoaversion, ausgelöst durch Schocks an den Energiemärkten infolge erneuter Feindseligkeiten im Nahen Osten, bedroht weiterhin das Momentum des Sterling. Im Inland bewerten Marktteilnehmer die Rede des britischen Premierministers Andy Burnham im House of Commons, in der er Haushaltsdisziplin, Schuldenabbau und einen frühen Zeitplan für den Haushalt betonte, um Marktspekulationen einzudämmen. Selbst bei diesen breiteren fiskalischen Sorgen hält die hartnäckige Inflation der britischen Ladenpreise die Erwartungen aufrecht, dass die Bank of England vor Jahresende eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vornehmen wird.
Im Tageschart notiert GBP/USD bei 1,3500 und hält sich knapp über dem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA), während es durch den neun-Tage-EMA gedeckelt wird, was das Paar in einer kurzfristigen range-bound Konfiguration hält. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 47 und deutet nach dem jüngsten Rücksetzer von überkauften Werten auf ein neutrales Momentum hin, während der FXS Fed Sentiment Index weiter leicht nach unten tendiert und damit auf eine schwächere externe Unterstützung für einen anhaltenden bullishen Anschluss hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am neun-Tage-EMA bei 1,3539, und ein klarer Tagesschluss darüber würde den Weg für einen erneuten Test der jüngsten Hochs öffnen. Auf der Unterseite bietet der 50-Tage-EMA bei 1,3481 unmittelbare Unterstützung, und ein Bruch unter diese zugrunde liegende Nachfragezone würde die Tendenz in Richtung einer tieferen Korrekturbewegung zu niedrigeren Niveaus im Tageschart verschieben.
Fed-Vertreter Williams schlägt einen etwas hawkischeren Ton als üblich an, wobei der FXS Speechtracker-Score von 6/10 knapp über dem historischen Durchschnitt von 5,9/10 liegt, da die Rede steigende Renditen mit einer starken Wirtschaft und robuster Investitionsnachfrage statt mit sich verschlechternden Inflationserwartungen verknüpft. Indem er betont, dass Renditen wichtige Informationen für die Geldpolitik liefern, dass Zölle und der Konflikt im Nahen Osten die Inflation über das Ziel treiben, die Erwartungen jedoch eingedämmt bleiben, und dass der Trend zu niedrigerer Inflation bei einem soliden Arbeitsmarkt geht, signalisieren die Äußerungen Zuversicht in den Ausblick und bekräftigen zugleich, dass das Erreichen von 2% Inflation in absehbarer Zukunft weiterhin Aufgabe Nummer eins bleibt.
Der FXS Fed Sentiment Index fiel um 1,42 Punkte auf 127,44 und deutet damit auf einen leichten Pullback bei der wahrgenommenen Hawkishness hin, trotz des über dem Baseline-Niveau liegenden Rede-Scores. Da der Index weiterhin deutlich über der neutralen Marke von 100 liegt, befindet sich die Fed klar im hawkischen Bereich, was darauf hindeutet, dass der Dollar unterstützt bleiben sollte, auch wenn die Märkte Tempo und Intensität künftiger geldpolitischer Straffungen neu bewerten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)