Das Paar NZD/USD verzeichnet am Donnerstag im frühen europäischen Handel leichte Gewinne um 0,5855, gestützt durch stärker als erwartet ausgefallene chinesische Wirtschaftsdaten. Der Fokus wird sich auf die US-Arbeitsmarktdaten für August richten, die später am Freitag veröffentlicht werden.
Die Dienstleistungsaktivität in China expandierte im August schneller, wobei der Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor von RatingDog am Donnerstag von 50,4 im Juli auf 51,4 stieg. Dieser Wert lag über der Markterwartung von 50,6. Dieser Bericht bietet dem China-Proxie Kiwi etwas Unterstützung, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist.
Andererseits haben die Äußerungen von Federal Reserve (Fed)-Vorsitzendem Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September gestärkt. Warsh sagte in der vergangenen Woche, die jüngsten Inflationsdaten seien moderat gewesen, doch das reiche nicht aus, um zu dem Schluss zu kommen, dass sich die zugrunde liegenden Inflationstrends deutlich verbessert hätten. Warsh erklärte zudem, die Fed müsse sicher sein, dass sich die Inflation klar und schnell genug in Richtung des Zielniveaus bewege.
Seine hawkischen Kommentare könnten den Greenback stützen und dem Paar Gegenwind verleihen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September stieg nach Warshs Rede auf 66,1%, wie das FedWatch-Tool der CME Group zeigt.
Laut Analysten der Commerzbank hat die Reserve Bank of New Zealand den Overnight Cash Rate (OCR) wie erwartet um 25 Basispunkte auf 2,75% angehoben, wobei die Entscheidungsträger der Ansicht waren, dass ein schrittweiser Abbau der geldpolitischen Stimuli angemessen sei, um die Inflation nachhaltig auf das Ziel zurückzuführen. Die Bank merkt an, dass dieser Schritt den Fokus der RBNZ auf eine vorsichtige Normalisierung der Politik unterstreicht, während die Inflation innerhalb ihres vorgegebenen Rahmens verankert bleibt.
Im Tages-Chart konsolidiert NZD/USD nach dem jüngsten Pullback und hält sich knapp über dem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) und dem unteren Bollinger Band, die zusammen eine enge Nachfragezone definieren. Der Relative Strength Index (14) bei 43,46 bleibt jedoch unter der Mittellinie und deutet auf ein leicht bärisches Momentum hin, was darauf hindeutet, dass Rallys begrenzt bleiben könnten, solange sich dieser Indikator nicht wieder in Richtung 50 erholt.
Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand im Bereich von 0,5900-0,5910, der das psychologische Niveau und das mittlere Bollinger Band darstellt. Ein stärkeres Angebot wird an der oberen Begrenzung des Bollinger Bands nahe 0,5988 erwartet.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 100-Tage-SMA bei 0,5845, gefolgt von der unteren Begrenzung des Bollinger Bands bei 0,5827. Ein klarer Durchbruch würde den Weg zum Tief vom 27. Juli bei 0,5771 öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.