USD/IDR verliert am zweiten Handelstag in Folge an Boden und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag bei rund 17.730. Das Währungspaar steht unter Abwärtsdruck, da eine starke Rally des japanischen Yen (JPY) den US-Dollar (USD) erheblich belastete. Dieser Anstieg wurde durch wachsende Marktspekulationen angeheizt, wonach die Behörden einen Rate Check durchgeführt haben und sich möglicherweise darauf vorbereiten, direkt an den Devisenmärkten zu intervenieren.
Der Greenback sah sich unterdessen nach den Wirtschaftsdaten vom Mittwoch mit zusätzlichem Gegenwind konfrontiert, die eine Verlangsamung des Wachstums der privaten Beschäftigung in den USA im August offenbarten. Trotz dieser schwächeren Arbeitsmarktsignale preisen die Finanzmärkte weiterhin mit rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit ein, dass die Federal Reserve die Zinsen noch in diesem Monat anheben wird.
Das Beschäftigungswachstum im privaten Sektor der USA verlangsamte sich im August und legte laut ADP-Daten nur um 38.000 Stellen zu, womit die erwarteten 47.000 verfehlt wurden und der revidierte Zuwachs von 46.000 im Juli unterschritten wurde. Die Marktteilnehmer beobachten nun aufmerksam die anstehenden US-Konjunkturdaten und richten ihren Fokus auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung am Donnerstag sowie den umfassenden August-Arbeitsmarktbericht am Freitag, um klarere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs zu erhalten.
In Indonesien versprach Destry Damayanti, die erste weibliche Gouverneurin der Bank Indonesia (BI), die Politik angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen reaktionsfähig zu halten und gleichzeitig Stabilität zu fördern und Wachstum zu unterstützen. Lloyd Chan von MUFG bleibt gegenüber der indonesischen Rupiah vorsichtig, da sich die heimische Inflation beschleunigt und das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) über 5% bleibt. Die Handelsbilanz hat sich leicht verbessert, bleibt jedoch aufgrund höherer Öl- und Gasimporte schwächer als der Durchschnitt von 2025. Während die politische Unterstützung und der Interventionsrahmen der Bank Indonesia (BI) kurzfristig Rückhalt bieten, könnten anhaltende Brent-Preise über 90 USD die fiskalische und externe Lage Indonesiens belasten und auf IDR drücken.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.