Gold (XAU/USD) baut offenbar auf der guten Erholung des Vortags vom Bereich um 4.282 USD bzw. einem fast Vier-Wochen-Tief auf und gewinnt am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge etwas positive Anschlussdynamik. Das Momentum treibt den Rohstoff im asiatischen Handel weiter über die Marke von 4.400 USD hinaus, da sinkende US-Anleiherenditen den US-Dollar (USD) belasten. Allerdings könnten sich die sich verfestigenden Erwartungen einer Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie Inflationsrisiken infolge höherer Energiepreise als Rückenwind für US-Anleiherenditen erweisen. Darüber hinaus könnten geopolitische Unsicherheiten den sicheren Hafen USD stützen, was Vorsicht gebietet, bevor man sich auf weitere Kursgewinne des Edelmetalls positioniert.
Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 62% ein, dass die US-Notenbank auf ihrer bevorstehenden geldpolitischen Sitzung am 15. bis 16. September die Zinsen anheben wird. Die Erwartungen wurden durch die hawkischen Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh am vergangenen Freitag gestützt. Zudem stützen Sorgen, dass steigende Energiepreise den Inflationsdruck erneut anheizen werden, die Argumente für eine Straffung durch die Fed, was den Korrekturrückgang des USD begrenzen und das renditelose Edelmetall deckeln könnte. Tatsächlich notieren die Rohölpreise nahe dem höchsten Stand seit dem 24. Juli, der am Mittwoch erreicht wurde, da sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach neuen US-Angriffen auf iranische Ziele und Vergeltungsangriffen Teherans mit Drohnen und Raketen in der Golfregion verschärft haben.
Darüber hinaus sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch, dass er zu einem weiteren Angriff auf den Iran bereit sei. Dies hält zusammen mit den anhaltenden Zusammenstößen über die Straße von Hormus die geopolitische Risikoprämie im Spiel, was die Ölpreise und den USD weiterhin stützen dürfte. Daher wäre es ratsam, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass der Goldpreis kurzfristig einen Boden gefunden hat, und bevor neue bullische Wetten eingegangen werden. Händler könnten sich auch dafür entscheiden, die Veröffentlichung des entscheidenden US-Berichts zu den Nonfarm Payrolls (NFP) am Freitag abzuwarten, der nach weiteren Hinweisen auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed beurteilt wird und dabei helfen dürfte, die nächste Richtungsbewegung für das XAU/USD-Paar zu bestimmen.
Der Schlusskurs über dem 23,6% Fibonacci-Retracement-Level des jüngsten Korrekturrückgangs von einem im August erreichten Mehrmonatshoch von über drei Monaten und der anschließende Anstieg sprechen für weitere Gewinne. Allerdings stellt das 38,2%-Retracement bei 4.438 USD die erste Begrenzung dar und untermauert die Annahme einer Erholung im Rahmen einer breiteren Abwärtsphase. Darüber hinaus dreht der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator ins Positive und der Relative Strength Index (RSI) verharrt nahe 49, was auf ein sich stabilisierendes, aber noch nicht bullishes Momentum hindeutet.
Ein Anstieg über das 38,2% Fibonacci-Level sollte jedoch den Weg in Richtung des 100-Perioden-SMA bei 4.480 USD, des 50,0%-Retracements bei 4.487 USD, des 61,8%-Levels bei 4.535 USD und später 4.604 USD sowie 4.692 USD ebnen. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 23,6%-Retracement bei 4.378 USD, während ein tieferer Pullback den aus Fibonacci abgeleiteten strukturellen Boden nahe 4.282 USD freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.07% | -0.07% | -0.60% | -0.09% | 0.03% | -0.13% | -0.11% | |
| EUR | 0.07% | 0.00% | -0.57% | -0.07% | 0.11% | -0.12% | -0.04% | |
| GBP | 0.07% | -0.00% | -0.55% | -0.06% | 0.11% | -0.10% | -0.05% | |
| JPY | 0.60% | 0.57% | 0.55% | 0.51% | 0.65% | 0.44% | 0.50% | |
| CAD | 0.09% | 0.07% | 0.06% | -0.51% | 0.12% | -0.08% | -0.02% | |
| AUD | -0.03% | -0.11% | -0.11% | -0.65% | -0.12% | -0.20% | -0.13% | |
| NZD | 0.13% | 0.12% | 0.10% | -0.44% | 0.08% | 0.20% | 0.10% | |
| CHF | 0.11% | 0.04% | 0.05% | -0.50% | 0.02% | 0.13% | -0.10% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.