Das Paar NZD/USD macht einen Teil der verlorenen Boden gut und nähert sich 0,5860, womit es die viertägige Verlustserie im frühen asiatischen Handel am Donnerstag beendet. Der neuseeländische Dollar (NZD) legt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach den positiven chinesischen Konjunkturdaten zu. Händler bereiten sich auf die US-Arbeitsmarktdaten für August vor, die später am Freitag veröffentlicht werden.
Am Donnerstag veröffentlichte Daten von RatingDog zeigten, dass der Einkaufsmanagerindex (EMI) für den chinesischen Dienstleistungssektor im August auf 51,4 von 50,4 im Juli gestiegen ist. Dieser Wert lag über der Markterwartung von 50,6.
Bereits Anfang dieser Woche verbesserte sich der NBS-EMI für das verarbeitende Gewerbe in China im August auf 49,8 von 49,2 im Juli und fiel damit stärker aus als die erwarteten 49,7. Der NBS-EMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe blieb im August bei 49,0 unverändert.
Anzeichen einer Verbesserung im chinesischen verarbeitenden Gewerbe bieten dem China-Proxi Kiwi etwas Unterstützung, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist.
Dennoch haben hawkische Äußerungen des Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, beim Treffen in Jackson Hole die Markterwartungen für eine Zinserhöhung in diesem Monat gestützt, was dem Greenback Auftrieb geben könnte. In der vergangenen Woche bekräftigte Warsh das Bekenntnis der Fed zu ihrem Inflationsziel und deutete an, dass die Entscheidungsträger noch nicht davon überzeugt seien, dass der Preisdruck ausreichend nachlasse.
Händler von Fed Funds Futures sehen laut dem FedWatch-Tool der CME eine Wahrscheinlichkeit von 62,3% für eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt im September, nach rund 40% vor der Rede.
Im Tages-Chart ist NZD/USD wieder unter die Mittellinie der Bollinger-Bänder gefallen und hält damit den kurzfristigen Ton bärisch, obwohl das Paar weiterhin über dem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) notiert. Der Kurs konsolidiert knapp oberhalb des unteren Bollinger-Bands, während der Relative Strength Index (14) bei 43,4 im neutralen Bereich bleibt und eher auf nachlassendes Aufwärtsmomentum als auf klar überverkaufte Bedingungen hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der Mittellinie der Bollinger-Bänder nahe 0,5910, mit einer stärkeren Begrenzung am oberen Band um 0,5990. Auf der Unterseite bietet der 100-Tage-SMA bei 0,5845 unmittelbare Unterstützung, gefolgt vom unteren Bollinger-Band bei 0,5825, dessen Bruch wahrscheinlich eine tiefere Retracement-Bewegung innerhalb des breiteren Abwärtstrends freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.