Elias Haddad von Brown Brothers Harriman (BBH) verweist auf die Schwäche der norwegischen Krone, nachdem die Norges Bank den Leitzins zwar bei 4,25 % belassen, ihren restriktiven Kurs aber abgeschwächt hat. Die Notenbank rückte in ihrem Ausblick von einer wahrscheinlichen Zinserhöhung ab und formulierte eine weitere Straffung nur noch als Möglichkeit. Zudem verzichtete sie auf die ausdrückliche Forderung nach einer strafferen Geldpolitik. Weitere überraschend niedrige Inflationsdaten würden laut Haddad die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung verringern. Das vergleichsweise hohe Zinsniveau in Norwegen stützt die Krone jedoch weiterhin.
„Die norwegische Krone gab nach, nachdem die Norges Bank bei unverändertem Leitzins weniger restriktive Signale gesendet hatte. Wie weithin erwartet, beließ die Norges Bank den Leitzins bei 4,25 % und damit zum zweiten Mal in Folge unverändert.“
„Die Norges Bank schwächte ihren restriktiven Kurs ab. Statt wie bisher zu signalisieren, dass eine weitere Zinserhöhung ‚wahrscheinlich‘ sei und ‚bei einer der kommenden geldpolitischen Sitzungen‘ erfolgen könnte, erklärte sie nun lediglich: ‚Es könnte weiterhin notwendig werden, den Leitzins anzuheben.‘“
„Zudem verzichtete die Norges Bank auf ihre ausdrückliche Forderung nach einer strafferen Ausrichtung und bekräftigte lediglich, dass ‚weiterhin ein restriktiver geldpolitischer Kurs erforderlich ist‘.“
„Sollte die Inflation in Norwegen stärker als von der Notenbank erwartet nach unten überraschen, würde dies die Argumente für eine weitere Zinserhöhung schwächen. Das attraktive Zinsniveau in Norwegen bleibt jedoch eine Stütze für die Krone.“