ING-Analysten Warren Patterson und Ewa Manthey verweisen auf deutlich festere europäische Gaspreise. Der TTF-Preis ist wieder über 60 Euro je Megawattstunde gestiegen, obwohl Positionsdaten zeigen, dass Fonds ihre Netto-Long-Positionen reduziert haben. Gleichzeitig sind die Gasspeicherstände in der EU während der Einspeichersaison leicht gesunken. Anhaltende Störungen bei Flüssiggaslieferungen aus dem Persischen Golf schüren zudem Sorgen darüber, ob Europa seine Speicher vor Beginn der Heizsaison 2026/27 ausreichend füllen kann.
„Die europäischen Gaspreise haben in dieser Woche deutlich angezogen, wobei TTF wieder über 60 Euro je Megawattstunde gestiegen ist. Die mit Verzögerung veröffentlichten Positionsdaten zeichnen jedoch ein anderes Bild. Investmentfonds reduzierten ihre Netto-Long-Positionen bei TTF in der jüngsten Berichtswoche um 16,6 Terawattstunden auf 228,2 Terawattstunden.“
„Trotz des Rückgangs der Netto-Long-Positionen nehmen die Sorgen über die Entwicklung der europäischen Gasspeicher weiter zu, je näher die Region der Heizsaison 2026/27 kommt. Besonders die anhaltenden Störungen bei Flüssiggaslieferungen aus dem Persischen Golf drohen das Angebot zusätzlich zu verknappen.“
„Die jüngsten Speicherdaten von Gas Infrastructure Europe zeigen, dass der Füllstand der EU-Gasspeicher um 0,01 Prozentpunkte auf 59,32 Prozent gesunken ist. Der Rückgang ist zwar äußerst gering, dennoch ist dies mitten in der Einspeichersaison kein gutes Signal für Europa.“