Die Commerzbank richtet den Blick auf die chinesischen Handelsdaten für Juli, die nach Einschätzung von Rohstoffexperte Norman Liebke wichtige Hinweise für die Entwicklung der Industriemetalle liefern dürften – insbesondere für Aluminium. Die Aluminiumproduktion in China lag im ersten Halbjahr über der staatlich vorgegebenen Obergrenze. Daher könnte die Förderung im weiteren Jahresverlauf zurückgehen. Zusammen mit gestiegenen Energiekosten und niedrigen Lagerbeständen an der London Metal Exchange (LME) spricht dies aus Sicht der Bank für steigende Aluminiumpreise in den kommenden Monaten.
„Darüber hinaus dürften die Daten Hinweise auf die Entwicklung der Aluminium- und Kupferproduktion in China liefern.“
„Im ersten Halbjahr lag die chinesische Aluminiumproduktion mit einer auf das Gesamtjahr hochgerechneten Menge von knapp 46,4 Millionen Tonnen deutlich über der von der Regierung vorgegebenen Obergrenze von 45 Millionen Tonnen. Deshalb könnte die Produktion in der zweiten Jahreshälfte etwas niedriger ausfallen.“
„Zusammen mit dem erneuten Anstieg der Energiepreise und den niedrigen Lagerbeständen an der LME stützt dies die Einschätzung, dass die Aluminiumpreise in den kommenden Monaten tendenziell weiter steigen dürften.“