Euro handelt vorsichtig gegenüber US-Dollar im Vorfeld der Fed-Entscheidung

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD gibt im Vorfeld des geldpolitischen Ergebnisses der Fed auf fast 1,1535 nach.
  • Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte auf die Spanne von 3,75%-4,00% anheben wird.
  • Es wird erwartet, dass die EZB in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung vornehmen wird.

Der Euro (EUR) handelt am Mittwoch während der europäischen Handelssitzung gegenüber dem US-Dollar (USD) verhalten bei rund 1,1535. Das wichtige Währungspaar handelt vorsichtig im Vorfeld der geldpolitischen Bekanntgabe der Federal Reserve (Fed) um 18:00 GMT.

Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei der später am Tag stattfindenden Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte (bps) auf 3,75%-4,00% anhebt, bei 92,5% liegt.

Dies deutet darauf hin, dass die Fed ihre fünf Sitzungen andauernde Pause beenden und den Zyklus der geldpolitischen Straffung einleiten wird.

Da die Fed die geldpolitischen Bedingungen mit nahezu sicherer Wahrscheinlichkeit straffen wird, dürfte die Marktreaktion vor allem von der geldpolitischen Erklärung und den Äußerungen von Vorsitzendem Kevin Warsh zu Inflation und Konjunkturausblick beeinflusst werden.

Bei der Sitzung werden sich Anleger zudem auf den Dot Plot der Fed konzentrieren, der zeigt, wo die Entscheidungsträger die Zinsen kurzfristig sehen.

Laut dem CME FedWatch Tool besteht eine fast 79%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bis zum Jahresende mindestens zwei Zinserhöhungen vornehmen wird.

Auf der Eurozonen-Seite haben Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) signalisiert, dass der Inflationsdruck höher bleiben und in diesem Jahr weitere Zinserhöhungen erforderlich machen könnte. In der vergangenen Woche hat die EZB ihre Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte angehoben.

EUR/USD Technische Analyse

Im Tageschart handelt EUR/USD bei 1,1532 und behält damit einen kurzfristig bärischen Ton bei, da das Paar unter dem 20-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1589 bleibt.

Das Paar hat sich von den jüngsten Hochs zurückgezogen, und der Relative Strength Index (14) um 40 deutet eher auf anhaltenden Abwärtsdruck als auf ein überverkauftes Extrem hin, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle behalten, während Erholungsversuche durch den nahegelegenen dynamischen Widerstand begrenzt werden.

Auf der Oberseite ist der 20-Perioden-EMA bei 1,1589 der erste Widerstand, den die Bullen überwinden müssen, um den aktuellen Abwärtsdruck zu verringern, wobei ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau erforderlich wäre, um eine deutlichere Erholung anzudeuten. Auf der Unterseite ist die psychologische Marke von 1,1500 das wichtigste Unterstützungsniveau.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.

Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.

Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.

Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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