Die Analysten von ING befassen sich mit den Änderungen an den US-Zöllen auf Aluminium nach Section 232, mit denen Investitionen in heimische Schmelzkapazitäten gefördert werden sollen. Unternehmen mit qualifizierten Projekten können bestimmte Mengen künftig zu einem Zollsatz von 25 statt 50 Prozent importieren. ING betont jedoch, dass es sich dabei um eine langfristig angelegte industriepolitische Maßnahme handelt, deren kurzfristige Auswirkungen begrenzt bleiben dürften. Die US-Produktion von Primäraluminium ist inzwischen auf vier Schmelzwerke geschrumpft. Damit bleibt der Markt strukturell auf Importe angewiesen, was die Preisaufschläge im Mittleren Westen stützt.
„Im Bereich der Basismetalle hat die Trump-Regierung ihre Aluminiumzölle nach Section 232 angepasst, um Investitionen in heimische Schmelzkapazitäten anzuregen. Unternehmen, die in den USA neue Kapazitäten errichten, bestehende Anlagen erweitern oder modernisieren, können beantragen, bestimmte Importmengen mit einem Zollsatz von 25 Prozent statt des regulären Satzes von 50 Prozent einzuführen.“
„Die US-Produktion von Primäraluminium ist trotz des jahrelangen Zollschutzes weiter zurückgegangen. Inzwischen sind im Land nur noch vier Schmelzwerke für Primäraluminium in Betrieb.“
„Die jüngsten Änderungen dürften die Lage auf dem US-Markt kurzfristig jedoch nicht wesentlich verändern. Das Programm ist eher als langfristige industriepolitische Maßnahme denn als kurzfristige Lösung für das Versorgungsdefizit des Landes zu verstehen.“
„Sollte das Programm erfolgreich sein, könnte es eine schrittweise Erholung der US-Produktion von Primäraluminium unterstützen. Bis jedoch nennenswerte neue Kapazitäten in Betrieb gehen, werden die Vereinigten Staaten strukturell von Importen abhängig bleiben. Das dürfte die Preisaufschläge im Mittleren Westen weiterhin auf einem hohen Niveau halten.“