EZB-Chefin Lagarde: „Noch keine Anzeichen“ für eine Entankerung der Inflation, die stärkere EZB-Maßnahmen rechtfertigen würde

Quelle Fxstreet

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erklärte am Montag, dass die Entscheidungsträger noch keine Anzeichen dafür sehen, dass der jüngste Inflationsschock eine aggressivere geldpolitische Reaktion erfordert, obwohl geopolitische Spannungen neue Unsicherheiten für den Ausblick der Eurozone mit sich bringen. Vor einer Anhörung im Ausschuss des Europäischen Parlaments am 22. Juni sagte Lagarde, es gebe "noch keine Hinweise auf eine Entankerung oder Zweitrundeneffekte", die eine stärkere geldpolitische Haltung rechtfertigen würden.

Wichtigste Erkenntnisse:

Noch keine Hinweise auf eine Entankerung oder Zweitrundeneffekte, die eine stärkere politische Maßnahme rechtfertigen.

Die EZB ist zuversichtlich, dass die Inflation mit geeigneten geldpolitischen Maßnahmen zum Ziel zurückkehren wird.

Der Krieg im Iran belastet die Aktivität, während die Daten auf eine Verlangsamung, insbesondere im Dienstleistungssektor, hinweisen.

Der Ausblick bleibt unsicher, mit Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum.

Der aktuelle Inflationsschock scheint in seiner Größenordnung kleiner zu sein als der vorherige."

Lagarde spielt Inflationsrisiken herunter und lässt Euro-Bullen vorsichtig bleiben

Der FXS Speech Tracker-Wert von 4,6/10, unter Lagardes historischem Durchschnitt von 6/10, signalisiert eine leicht dovishe Tendenz, da die Rede betont, dass es keine Hinweise auf eine Entankerung oder Zweitrundeneffekte gibt, die eine stärkere Straffung rechtfertigen würden. Die Betonung, dass die aktuellen Inflationsschocks kleiner sind als in der vorherigen Phase, und das Vertrauen, dass die Inflation mit "angemessenen" politischen Maßnahmen zum Ziel zurückkehren wird, deuten auf eine Präferenz für eine graduelle, datenabhängige Haltung statt aggressiver Zinserhöhungen hin. Dies wirkt sich moderat negativ auf den Euro aus.

Gleichzeitig hebt Lagarde hervor, dass der Krieg im Iran die Aktivität belastet, eine Verlangsamung im Dienstleistungssektor zu verzeichnen ist und der Ausblick von Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum geprägt ist, was auf ein potenziell stagflationäres Umfeld hinweist. Diese Mischung aus schwächerem Wachstum und weiterhin unsicherer Inflation hält die EZB in einem vorsichtigen Abwarten-Modus, begrenzt den unmittelbaren Aufwärtstrend des Euro und verhindert gleichzeitig eine vollständig dovishe Neubewertung, da die Märkte das Risiko eines erneuten Preisdrucks abwägen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
placeholder
Klimakiller KI: So plündern Big Techs unsere EnergiereservenInvesting.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
Autor  Investing.com
16.Jul. 2024
Investing.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
placeholder
Goldpreis Prognose: Zentralbanken senden ein WarnsignalGoldpreis bewegt sich seitwärts, doch Inflation, Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheit stützen weiter. Hält die Unterstützungszone, bleibt ein neuer Anstieg möglich.
Autor  FXStreet
Mi. 20.Mai
Goldpreis bewegt sich seitwärts, doch Inflation, Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheit stützen weiter. Hält die Unterstützungszone, bleibt ein neuer Anstieg möglich.
placeholder
Goldpreis steigt wieder: Jetzt entscheidet ein einziger US-Bericht über die nächste BewegungDer Goldpreis meldet sich zurück. Nach dem deutlichen Rücksetzer vom Vortag legte das Edelmetall am Donnerstag im asiatischen Handel wieder zu. Der Grund: Anleger wittern eine leichte Entspannung im Nahen Osten, gleichzeitig warten sie auf neue Signale vom US-Arbeitsmarkt.
Autor  FXStreet
Do. 04.Jun
Der Goldpreis meldet sich zurück. Nach dem deutlichen Rücksetzer vom Vortag legte das Edelmetall am Donnerstag im asiatischen Handel wieder zu. Der Grund: Anleger wittern eine leichte Entspannung im Nahen Osten, gleichzeitig warten sie auf neue Signale vom US-Arbeitsmarkt.
placeholder
Bitcoin im freien Fall: Anleger werfen das HandtuchBitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 64.000 US-Dollar gefallen. Nachlassende Nachfrage am Markt und zunehmender Verkaufsdruck durch kurzfristig orientierte Anleger belasteten die größte Kryptowährung. In einem insgesamt risikoscheuen Marktumfeld rutschte der Kurs zeitweise in Richtung von 63.000 Dollar. Mehrere Kennzahlen deuten dabei auf eine der schwierigsten Phasen des aktuellen Marktzyklus hin.
Autor  FXStreet
Fr. 05.Jun
Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 64.000 US-Dollar gefallen. Nachlassende Nachfrage am Markt und zunehmender Verkaufsdruck durch kurzfristig orientierte Anleger belasteten die größte Kryptowährung. In einem insgesamt risikoscheuen Marktumfeld rutschte der Kurs zeitweise in Richtung von 63.000 Dollar. Mehrere Kennzahlen deuten dabei auf eine der schwierigsten Phasen des aktuellen Marktzyklus hin.
placeholder
Goldpreis Prognose: Fed-Termin am 17. Juni als KurstreiberDer Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
Autor  FXStreet
Di. 09.Jun
Der Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
verbundene Finanzinstrumente
goTop
quote