US Dollar Index bleibt nahe 101,00 angesichts hawkischer Fed-Prognose

Quelle Fxstreet
  • Der US Dollar Index könnte steigen, da die Händler den hawkischen Ausblick der Federal Reserve einpreisen.
  • Der Greenback könnte schwächer werden, da die nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen einer ersten Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran folgt.
  • CENTCOM hat alle maritimen Beschränkungen für den Verkehr zu und von iranischen Häfen und Küstengewässern aufgehoben.

Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des US Dollar (USD) gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, bleibt nach zwei Gewinnertagen unverändert und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Freitag bei rund 100,83.

Der Greenback könnte weiter zulegen, da die Händler die hawkische Stimmung in Bezug auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) einpreisen. In seiner ersten Pressekonferenz betonte der neu ernannte Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, dass „Preisniveaustabilität“ weiterhin das oberste Leitprinzip der Fed sei.

Das Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte am Mittwoch einstimmig dafür, den Leitzins für Übernachtkredite im Bereich von 3,5 % bis 3,75 % unverändert zu belassen. Die Entscheidung hatte jedoch einen hawkischen Ton, da fast die Hälfte der Mitglieder signalisierte, dass später in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung erforderlich sein könnte.

Der US Dollar (USD) könnte angesichts der nachlassenden Nachfrage nach sicheren Häfen, die auf die erste Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran zurückzuführen sein könnte, vor Herausforderungen stehen. Das Abkommen hat eine 60-tägige Verhandlungsphase über eine endgültige Vereinbarung zur Beendigung des Krieges eingeleitet, so CNN.

Darüber hinaus bestätigte das US-Militär zuvor, dass es seine Blockade der iranischen Häfen in der Nähe der Straße von Hormus beendet hat, da Beamte berichten, dass wieder Millionen Barrel durch die wichtige Wasserstraße fließen. Positive Entwicklungen im Zusammenhang mit dem US-Iran-Friedensabkommen könnten kurzfristig risikoreichere Anlagen wie die Gemeinschaftswährung stärken.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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