WTI erholt sich in Richtung 91,00 USD, da US-Streitkräfte Angriffe im Süden Irans durchführen

Quelle Fxstreet
  • WTI gewinnt aufgrund erneuter Versorgungsängste nach US-Selbstverteidigungsschlägen im Süden Irans am Montag an Boden.
  • Trump bemerkte, dass die Gespräche über das Iran-Abkommen „gut voranschreiten“, warnte jedoch, dass gescheiterte Verhandlungen erneute militärische Angriffe auslösen könnten.
  • Drei LNG-Tanker und ein zuvor gestrandeter irakischer Rohöl-Supertanker haben kürzlich die Meerenge in Richtung asiatischer Ziele passiert.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl gewinnt nach vier Verlusttagen an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag bei rund 90,60 USD pro Barrel. Die Rohölpreise steigen aufgrund erneuter Versorgungsängste, nachdem die US-Streitkräfte am Montag Selbstverteidigungsschläge im Süden Irans durchgeführt haben.

Fox News berichtete, dass ein Sprecher des US-Zentralkommandos mitteilte, dass die US-Streitkräfte am Montag Selbstverteidigungsschläge im Süden Irans durchgeführt hätten. Der Sprecher erklärte, dass die amerikanischen Angriffe auf Raketenstartanlagen sowie iranische Schiffe abzielten, die versuchten, Minen zu legen. Während das US-Militär seine Verpflichtung zum Schutz seiner Truppen betonte, erklärte es auch, dass es während des Waffenstillstands weiterhin Zurückhaltung üben werde. Iranische Medien berichteten, dass Explosionen in der Küstenstadt Bandar Abbas und den umliegenden Gebieten nahe der Straße von Hormus zu hören waren.

Der WTI-Preis fiel am Montag um über 6 %, nachdem Bloomberg berichtete, dass US-Präsident Donald Trump sagte, die Verhandlungen über ein Abkommen mit Iran zur Beendigung des Konflikts und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus würden „gut voranschreiten“. Präsident Trump warnte jedoch, dass ein Scheitern der Gespräche neue militärische Angriffe auslösen könnte, obwohl ein pakistanischer Vermittler China offenbar mitteilte, dass eine Einigung nahe sei.

Die Vereinigten Staaten und Iran diskutieren derzeit einen Rahmen zur Verlängerung des aktuellen Waffenstillstands um etwa zwei Monate. Im Rahmen dieser Vereinbarung würde Washington seine maritime Blockade aufheben, und Teheran würde die Straße von Hormus wieder öffnen.

Beide Seiten signalisierten Fortschritte bei einem Memorandum of Understanding, das den Konflikt beenden und den Verhandlungsführern ein 60-tägiges Zeitfenster zur Ausarbeitung eines Friedensabkommens bieten soll. Im Einklang mit dieser vorläufigen Deeskalation zeigten Schiffsverfolgungsdaten, dass drei Flüssigerdgas-Tanker kürzlich die Meerenge in Richtung Pakistan, China und Indien passiert haben. Zudem verließ ein Supertanker mit irakischem Rohöl nach fast dreimonatigem Stillstand den Hafen in Richtung China.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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