AUD/USD legt während der nordamerikanischen Sitzung um 0,70% zu, da der Greenback leicht nachgibt, während die USA und der Iran eine Vereinbarung zur Verlängerung eines Waffenstillstands um 60 Tage treffen, die die Wiedereröffnung der Straße von Hormus beinhaltet. Das Paar notiert bei 0,7167 nach einer Erholung von den Tagestiefs nahe 0,7150.
Die Kursentwicklung zeigt, dass sich AUD/USD innerhalb einer fast 100 Pips breiten Spanne konsolidiert, die auf der Oberseite vom 20-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,7185 und auf der Unterseite vom 50-Tage-SMA bei 0,7098 begrenzt wird.
Das Momentum ist neutral bis bullisch, wie der Relative Strength Index (RSI) anzeigt, was den Weg für weitere Aufwärtsbewegungen öffnen könnte.
Steigt AUD/USD über den 20-Tage-SMA, könnten Käufer das Niveau von 0,7200 angreifen. Ein Durchbruch darüber würde das Tageshoch vom 6. Mai bei 0,7277 freilegen, gefolgt von 0,7300.
Nach unten könnte AUD/USD unter den 50-Tage-SMA bei 0,7098 bärisch werden und den Weg zum jüngsten Zyklustief vom 19. Mai bei 0,7079 freimachen. Darunter liegen die nächsten Unterstützungsniveaus, der 100-Tage-SMA bei 0,7033, gefolgt von der psychologischen Marke bei 0,7000.

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.