Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone ist im Mai erneut gefallen und signalisiert laut einer Analyse der Commerzbank eine schwache Entwicklung der Wirtschaft im zweiten Quartal. Sowohl die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor habe sich eingetrübt. Besonders deutlich sei die Verschlechterung im Dienstleistungsbereich ausgefallen. Gleichzeitig erhöhten steigende Vorleistungskosten den Druck auf die Europäische Zentralbank, die zwischen Inflationsrisiken und einer bereits schwachen Konjunktur abwägen müsse.
„Die Unternehmensstimmung in der Euro-Zone hat sich weiter verschlechtert. Entgegen den Erwartungen fiel der Einkaufsmanagerindex (PMI) im Mai erneut von 48,8 auf 47,5. Damit ist der Indikator den dritten Monat in Folge gesunken. Belastet wurde er durch den anhaltenden Konflikt im Persischen Golf.“
„Gleichzeitig hat sich die Stimmung sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (von 52,2 auf 51,4) als auch im Dienstleistungssektor (von 47,6 auf 46,4) weiter eingetrübt. Allerdings scheint sich der Iran-Konflikt bislang weniger stark auf die Industrie als auf den Dienstleistungssektor auszuwirken.“
„Der PMI für den Dienstleistungsbereich deutet dagegen auf eine deutliche Schrumpfung des Sektors hin. Verbraucher dürften wegen der gestiegenen Energiepreise ihre Ausgaben an anderer Stelle reduziert haben.“
„Die Zahl der Unternehmen, die über steigende Vorleistungskosten berichten, ist weiter gestiegen. Wie bereits im Vormonat legten die Teilindizes für Einkaufspreise sowohl im Dienstleistungssektor als auch im Verarbeitenden Gewerbe zu. In der Industrie erreichte der Wert mit 80,1 den höchsten Stand seit 2022.“