Die Präsidentin der Boston Federal Reserve (Fed), Susan Collins, sagte während der späten europäischen Handelssitzung am Donnerstag, dass sie erwartet, dass die Zentralbank die Leitzinsen länger auf ihrem aktuellen Niveau hält. Collins fügte hinzu, dass sie Zinssenkungen als Basisszenario für die Zukunft erwartet.
Bevorzugt es, die Formulierung anzupassen, die auf eine Zinssenkung hindeutet.
Erwartet, dass die Zinsen „für einen längeren Zeitraum“ gehalten werden.
Erwartet weiterhin Zinssenkungen „in der Zukunft“.
Stark unterstützend für die Entscheidung, die Zinsen zu halten.
Ein alternatives Szenario könnte die Fed dazu bringen, eine Zinserhöhung in Betracht zu ziehen.
Nach den Kommentaren von Fed Collins scheint es keine unmittelbaren Auswirkungen auf den US-Dollar (USD) zu geben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt der US Dollar Index (DXY) im Zuge der Risikobereitschaft 0,1 % niedriger bei rund 97,90.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.