Der Ökonom Bernd Weidensteiner von der Commerzbank weist darauf hin, dass die Inflation in den USA im März auf 3,3 Prozent gestiegen ist. Haupttreiber seien deutlich höhere Benzinpreise infolge des Kriegs im Iran gewesen, während die Kerninflation moderat geblieben sei. Die Bank erwartet, dass die Gesamtinflation bis Mai in Richtung 4 Prozent anzieht, bevor sie in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder nachgibt. Die Federal Reserve dürfte die Zinsen voraussichtlich bis Ende 2026 unverändert lassen.
„Die Inflation in den USA ist im März auf 3,3 Prozent gestiegen, nach 2,4 Prozent im Februar. Hauptgrund ist der Anstieg der Benzinpreise infolge des Kriegs im Iran.“
„Ohne Energie und Nahrungsmittel (die ‚Kernrate‘) fiel der Preisdruck im März mit 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat sogar etwas niedriger aus als erwartet.“
„Bei anderen Gütern und Dienstleistungen wird sich der Energieschock erst in den kommenden Monaten bemerkbar machen.“
„Wir erwarten, dass die Gesamtinflationsrate bis Mai auf nahezu 4 Prozent steigt.“
„Unter der Annahme, dass sich die Lage im Nahen Osten anschließend entspannt und der Ölpreis auf 80 Dollar zurückgeht, dürfte die Inflation in der zweiten Jahreshälfte wieder nachgeben, jedoch erst im Frühjahr 2027 unter 3 Prozent fallen.“