Du suchst eine Aktie, die vom Markt gerade unterschätzt wird – obwohl sich fundamental einiges zum Positiven dreht? Dann solltest du jetzt ganz genau hinschauen. Denn ein überraschendes Upgrade von Goldman Sachs bringt eine Aktie zurück ins Rampenlicht, die viele Anleger längst abgeschrieben hatten: Holcim. Nach einem deutlichen Kursrückgang sehen die Analysten plötzlich wieder eine klare Einstiegschance – und sprechen sogar von einer mehrjährigen Wachstumsstory. Ist das der Moment, in dem du zugreifen solltest?
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Holcim-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 11 % verloren. Zum Vergleich: Der Schweizer Leitindex SMI gab im selben Zeitraum gerade einmal um 1 % nach. Noch heftiger fällt der Blick seit Januar aus. Seit Goldman Sachs damals auf „Neutral“ gegangen war, rauschte die Aktie um satte 17 % nach unten.
Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Was viele Anleger als Warnsignal sehen, bewertet Goldman jetzt völlig anders: als seltene Einstiegschance. Die Investmentbank hebt die Aktie auf „Kaufen“ hoch – und setzt ein Kursziel von 82 Schweizer Franken. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 17 %.
Die Botschaft ist klar: Der Markt könnte hier komplett falsch liegen.
Warum dieser plötzliche Stimmungswechsel? Goldman Sachs macht zwei zentrale Faktoren aus, die die Investmentstory der Aktie grundlegend verändern.
Erstens: Die regulatorische Unsicherheit in Europa nimmt ab. Konkret geht es um das Emissionshandelssystem der EU. Hier gibt es jetzt mehr Klarheit – und das hat direkte Auswirkungen auf Holcim.
Denn das Unternehmen verfügt laut Goldman über einen entscheidenden Kostenvorteil bei der Dekarbonisierung. Und dieser Vorteil ist alles andere als klein: Je nach CO2-Preis könnte er mehr als 200 Basispunkte beim Umsatz ausmachen. In einer Branche, in der Margen hart umkämpft sind, ist das ein echter Gamechanger.
Doch damit nicht genug. Ein zweiter Faktor könnte die Aktie zusätzlich antreiben: ein gewaltiger Fördertopf der EU.
Rund 30 Milliarden Euro will die Europäische Union in die Dekarbonisierung der Industrie stecken. Für Holcim ist das eine riesige Chance. Denn das Unternehmen arbeitet bereits an einer Pipeline von Projekten zur CO2-Abscheidung und -Speicherung.
Das Problem solcher Projekte war bisher oft die Wirtschaftlichkeit. Hohe Kosten, lange Amortisationszeiten. Doch genau hier könnten die EU-Milliarden den entscheidenden Unterschied machen. Wenn sich die Renditen dieser Projekte verbessern, steigt auch das langfristige Gewinnpotenzial der Aktie deutlich.
Ein weiterer Punkt, den viele Anleger unterschätzen: Holcim ist deutlich weniger anfällig für steigende Kosten als viele Wettbewerber.
Energiepreise, Transportkosten – genau hier geraten viele Industrieunternehmen unter Druck. Doch laut Goldman ist Holcim im Branchenvergleich am wenigsten sensitiv gegenüber Inflation.
Die Analysten formulieren es klar: Holcim ist der Konzern mit der geringsten Inflationsanfälligkeit unter den Wettbewerbern.
Was bedeutet das für dich? Mehr Planungssicherheit bei den Gewinnen. Und genau das lieben Investoren.
Zusätzlich erwartet Goldman Effizienzgewinne durch den Umbau des Unternehmens. Nach dem Spin-off von Amrize wird die Kostenbasis angepasst – ein klassischer Hebel für steigende Margen.
Weniger Ballast, schlankere Strukturen, bessere Profitabilität. Genau solche Maßnahmen sorgen oft dafür, dass Aktien plötzlich neu bewertet werden.
Besonders spannend ist der Blick auf die Prognosen. Goldman Sachs hebt die Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre an.
Für 2026 steigen die Schätzungen beim Gewinn je Aktie um 4 %, für 2028 sogar um 6 %. Das ist kein kleiner Schritt, sondern ein klares Signal: Die Analysten sehen strukturelles Wachstum.
Auch kurzfristig sieht es solide aus. Für das erste Quartal erwartet Goldman ein flächenbereinigtes EBIT-Wachstum von 6 %. Die Zahlen werden am 24. April veröffentlicht – und könnten zum nächsten Kurstreiber werden.
Natürlich gibt es auch Risiken. Die Bauindustrie bleibt zyklisch, und Faktoren wie Konjunktur, Bauaktivität oder Energiepreise können jederzeit Druck auf die Aktie ausüben.
Auch die Umsetzung der Dekarbonisierungsprojekte ist entscheidend. Nur wenn diese erfolgreich laufen, wird aus der Vision auch echter Gewinn.
Doch genau hier scheint sich die Perspektive zu drehen. Goldman Sachs ist überzeugt: Das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich deutlich verbessert.
Die Holcim-Aktie steht an einem entscheidenden Punkt. Nach dem Kursrückgang wirkt die Bewertung plötzlich attraktiv, während sich gleichzeitig die fundamentalen Rahmenbedingungen verbessern.
Mehr Klarheit bei Regulierung, Milliardenförderung aus der EU, strukturelle Kostenvorteile und steigende Gewinnprognosen – das ist eine Kombination, die du nicht ignorieren solltest.
Mit einem Kurspotenzial von rund 17 % laut Goldman Sachs könnte sich hier eine seltene Gelegenheit ergeben. Genau solche Situationen sind es, in denen große Trends beginnen – oft unbemerkt vom breiten Markt.
Die entscheidende Frage ist jetzt: Wartest du weiter – oder steigst du ein, bevor es alle anderen tun?