Das Paar EUR/USD erholt einen Großteil seiner Eröffnungsverluste, liegt aber im späten europäischen Handel am Montag immer noch 0,2 % tiefer bei nahe 1,1700. Das wichtige Währungspaar steht weiterhin unter Druck, da erneute geopolitische Spannungen eine Risk-Off-Stimmung ausgelöst haben.
Der S&P 500 wird voraussichtlich tiefer eröffnen, da die Schwäche bei den Futures über Nacht die Schwäche der Risikobereitschaft der Anleger widerspiegelt.
Die Konflikte im Nahen Osten haben sich wiederbelebt, da die erste Runde der US-Iran-Gespräche gescheitert ist, nachdem Teheran sich geweigert hat, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben.
Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass iranische Häfen blockiert werden, was am 13. April um 10:00 Uhr ET, 14:00 Uhr GMT, beginnen wird.
Die Risk-Off-Marktsentiment hat die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) verbessert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, 0,2 % höher bei rund 99,00.

EUR/USD handelt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts tiefer bei rund 1,1700. Das Paar weist eine konstruktive bullishe Tendenz auf, da es über dem 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1611 und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 1,1671 als nahe Unterstützung notiert. Der Relative Strength Index (14) bei 57,6 liegt komfortabel über der neutralen 50er-Linie, was darauf hindeutet, dass sich das Aufwärtsmomentum aufbaut, ohne jedoch in den überkauften Bereich vorzudringen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 50,0%-Fibonacci-Retracement bei 1,1750, gefolgt vom 61,8%-Niveau bei 1,1830. Nach unten hin wird unmittelbare Unterstützung am 38,2%-Retracement bei 1,1671 erwartet, gefolgt vom 20-Tage-EMA bei 1,1611; ein tieferer Pullback würde das 23,6%-Retracement bei 1,1572 freilegen und bei einem Bruch die strukturelle Unterstützung um 1,1413.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.