Die zugrunde liegende Inflation muss umfassend beurteilt werden, indem eine breite Palette von Informationen zur wirtschaftlichen Aktivität und zu Preisen aus mehreren Perspektiven untersucht wird.
Wenn die jüngsten Anstiege der Lebensmittelpreise anhalten sollten, könnten sie einen anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Gesamtverbraucherpreise ausüben.
Zusammengesetzte Indikatoren zu den mittelfristigen bis langfristigen Inflationserwartungen zeigen einen allmählichen Anstieg in Richtung 2 %.
Die Lücke befindet sich in einem Verbesserungsprozess, die Arbeitsmarktbedingungen bleiben äußerst angespannt, und die Löhne steigen moderat.
Unternehmen geben weiterhin höhere Löhne weiter, ein Mechanismus, bei dem Löhne und Preise moderat im Gleichklang steigen, setzt sich durch.
Die zugrunde liegende Inflationsrate steigt moderat in Richtung 2 %.
Aus der Perspektive der nachhaltigen Erreichung des 2%-Ziels wird es auch notwendig sein zu beobachten, ob sich die zugrunde liegende Inflation fest um etwa 2 % verankert.
Steigende Rohölpreise können die zugrunde liegende Inflation sowohl nach oben als auch nach unten beeinflussen.
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.