Der Goldpreis (XAU/USD) eröffnet am Montag über 1 % niedriger bei knapp 4.445,00 USD, während die Ölpreise aufgrund der Befürchtungen einer weiteren Ausweitung der Konflikte im Nahen Osten weiter gestiegen sind. Der WTI-Ölpreis liegt im Eröffnungshandel fast 3 % höher bei über 102,50 USD, was die Befürchtungen steigender Inflationserwartungen weltweit verstärkt.
Theoretisch zwingen beschleunigte globale Inflationserwartungen die Zentralbanken dazu, die Zinssätze länger stabil zu halten oder die Geldpolitik zu straffen, was die Nachfrage nach nicht verzinslichen Anlagen wie Gold verringert.
Die Befürchtungen einer weiteren Eskalation des Krieges im Nahen Osten werden durch die Erwartung ausgelöst, dass die Vereinigten Staaten (US) eine Bodeninvasion im Iran in Erwägung ziehen. Am Donnerstag berichtete das Wall Street Journal (WSJ), dass das US-Verteidigungsministerium 10.000 zusätzliche Truppen in den Iran entsenden werde.
Als Reaktion darauf warnte der iranische Brigadegeneral Ebrahim Zolfaqari im iranischen Staatsfernsehen, dass „US-Truppen gute Nahrung für die Haie des Persischen Golfs sein werden“.
Unterdessen zeigte ein Bericht von Reuters, dass US-Präsident Donald Trump im Interview mit der Financial Times (FT) zuversichtlich bleibt, dass Washington bald eine Einigung mit dem Iran erzielen könnte. „Indirekte Gespräche über Emissäre verlaufen gut“, sagte Trump und fügte hinzu: „Eine Einigung könnte ziemlich schnell erzielt werden.“
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XAU/USD handelt im Eröffnungshandel bei rund 4.445 USD tiefer. Die kurzfristige Tendenz ist bärisch, da der Preis unter dem 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) notiert, der nun deutlich über dem Markt liegt und als dynamischer Widerstand bei etwa 4.735 USD wirkt. Die Abfolge niedrigerer Schlusskurse aus dem Bereich um 5.300 USD unterstreicht einen Abwärtstrend, nachdem das vorherige Konsolidierungsband um 4.900 USD verloren wurde.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bleibt weiterhin im Bereich von 20,00 bis 40,00 und signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck, während noch Raum für weitere Verluste besteht, bevor das Momentum erschöpft ist.
Unmittelbarer Widerstand zeigt sich bei 4.736 USD, wo der 20-Tage-EMA mit dem jüngsten Ausbruchsniveau zusammenfällt, gefolgt von 4.915 USD als nächster Aufwärtsbarriere, falls eine korrigierende Gegenbewegung einsetzt. Ein Tagesschlusskurs über 4.915 USD würde die aktuelle bärische Struktur schwächen und den Weg in Richtung 5.080 USD öffnen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am Tief vom 24. März bei rund 4.307 USD, wobei ein Bruch darunter das nächste bärische Ziel am Tief vom 23. März bei etwa 4.100 USD freigeben würde. Solange der Preis unter der Widerstandszone von 4.736 bis 4.915 USD bleibt, behalten die Verkäufer die Kontrolle über den kurzfristigen Ausblick.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.