Das Research-Team von Danske Bank berichtet von einer deutlichen Erholung an den globalen Aktienmärkten, nachdem US-Präsident Donald Trump Verhandlungen in Aussicht gestellt und eine fünftägige Aussetzung von Angriffen auf iranische Energieanlagen signalisiert hatte. Europäische Indizes machten zuvor erlittene Verluste wett, während wichtige US-Indizes im Plus schlossen. Nach Einschätzung der Bank führten konjunktursensible Werte, insbesondere wachstumsorientierte Sektoren, die Gewinne an, da Anleger einen Teil der Rezessionsrisiken auspreisten. Erwartungen zu Zinsen und Inflation hätten sich hingegen kaum verändert.
"Aktien erholten sich in ungewöhnlicher Weise, nachdem ein Beitrag des US-Präsidenten darauf hindeutete, dass Verhandlungen aufgenommen wurden und eine fünftägige Pause bei Angriffen folgen soll."
"Die Gewinne gaben später teilweise nach, nachdem iranische Vertreter bestritten, dass Gespräche stattgefunden hätten. Dennoch schlossen die Märkte im Plus: Der S&P 500 legte um 1,2 Prozent zu, der Small-Cap-Index Russell 2000 gewann 2,3 Prozent und der Stoxx 600 stieg um 0,6 Prozent. Die Futures sind jedoch am Morgen wieder ins Minus gerutscht."
"Die Sektorentwicklung war weitgehend eine Umkehr geopolitisch getriebener Positionierungen. Zyklische Werte führten die Gewinne an, vor allem wachstumsorientierte Branchen, da die Renditen sanken, darunter insbesondere Technologie- und Konsumtitel. Ebenso aufschlussreich ist, welche Sektoren nicht von der Entwicklung profitierten."
"Der Immobiliensektor, einer der schwächsten Bereiche der vergangenen Woche, profitierte nicht von den gesunkenen Renditen und blieb weiter hinter dem Markt zurück. Ähnlich verhielt es sich bei Basiskonsumgütern, die – kaum zu glauben – im vergangenen Monat stärker unter Druck standen als Industriewerte und sich ebenfalls nicht erholten."
"Aus unserer Sicht zeigt dies, dass Anleger einen Teil des Rezessionsrisikos über zyklische Werte ausgepreist haben, während sich die Erwartungen an Inflation und Zinserhöhungen kaum verändert haben. Dies kann als Hinweis darauf dienen, wie ein sogenannter TACO-Trade (Trump Always Chickens Out) im Vorfeld aussehen könnte."