Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco, sagte, dass es, sofern der Iran-Konflikt nicht schnell gelöst wird und die Zentralbank nicht einfach durch einen vorübergehenden Anstieg der Ölpreise „hindurchsehen“ kann, unklar sei, wie der nächste Schritt bei den Zinssätzen aussehen müsse, berichtete Reuters am Montag.
Es gibt mindestens zwei mögliche Wege für die Wirtschaft.
Ein langwieriger Konflikt könnte die Zielkonflikte der Geldpolitik verstärken.
Die Fed muss angesichts der Risiken bei der Geldpolitik flexibel bleiben.
Zuviel Forward Guidance birgt das Risiko eines falschen Sicherheitsgefühls.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen wären nur von kurzer Dauer, wenn der Krieg schnell endet.
Unsicherheit anzuerkennen ist optimale Kommunikation.
Die Politik ist gut aufgestellt.
Es gibt keinen einzelnen wahrscheinlichsten Weg für die Geldpolitik.
Wir müssen flexibel bleiben und auf sich entwickelnde Risiken reagieren.
Bei Redaktionsschluss notierte der US-Dollar-Index (DXY) bei rund 99,17 und lag damit 0,33 % unter dem Tageswert.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.