RaboResearch weist darauf hin, dass die US-Vorräte an seltenen Erden nach einem möglichen Aufbrauchen im Zuge des Iran-Konflikts nur etwa zwei Monate reichen könnten. Dadurch könnte China erheblichen Einfluss gewinnen. Der Bericht legt nahe, dass die Versorgung mit seltenen Erden die Dauer möglicher US-Angriffe auf den Iran beeinflussen und den politischen Handlungsspielraum Washingtons einschränken könnte. Damit steige auch das Risiko einer weiteren Eskalation oder ungewöhnlicher strategischer Reaktionen.
„Es heißt, dass den USA nach dem Aufbrauchen in diesem Krieg nur noch etwa zwei Monate Vorräte an seltenen Erden bleiben und dass ‚Lieferungen die Gespräche dominieren würden, wenn Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammensitzt‘. Das ist offensichtlich von entscheidender Bedeutung.“
„Wenn das zutrifft, könnte die Reaktion der USA erneut darin bestehen, mit Eskalation zu drohen, um eine Deeskalation zu erreichen. Kurz gesagt: China soll auf die eine oder andere Weise klargemacht werden, dass das jüngste Chaos an den Energiemärkten noch schlimmer werden kann, falls es Probleme mit der Versorgung der USA mit seltenen Erden geben sollte.“
„Zudem gibt es bereits Hinweise darauf, dass Peking trotz geopolitischer Nähe zu Teheran Stabilität und einen reibungslosen Ölfluss als wichtigeren Maßstab betrachtet. Das könnte am Ende sowohl bei Energiefragen als auch in den Beziehungen zwischen den USA und China zu einem positiven Ergebnis führen. Auf dem Weg dorthin könnten jedoch einige turbulente Schlagzeilen und starke Marktbewegungen entstehen. Es handelt sich jedenfalls um ein Extremrisiko, das man im Blick behalten sollte.“