Das Vorstandsmitglied der Bank of Japan (BoJ), Hajime Takata, sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank weitere Zinserhöhungen in einem schrittweisen Verfahren durchführen müsse. Takata fügte hinzu, dass es wünschenswert sei, während des Prozesses der Normalisierung der Geldpolitik zu vermeiden, dass eine Marktvolatilität verursacht wird, die das Risiko, das von den Marktteilnehmern gefordert wird, erheblich übersteigt.
Die ausländischen Volkswirtschaften sind insgesamt moderat gewachsen, obwohl in Teilen einige Schwächen beobachtet wurden.
Die Angst, dass die japanische Wirtschaft in die Deflation zurückfällt, wurde zerstreut.
Ich glaube, es ist notwendig, den Fokus der BoJ stärker auf Preisanstiege zu richten.
Ein starker wirtschaftlicher Rückgang, verursacht durch eine Kreditverknappung, wie er in der Vergangenheit während wirtschaftlicher Abschwünge in den Vereinigten Staaten häufig vorkam, ist unwahrscheinlich.
Selbst nach der Zinserhöhung im Dezember bleiben die realen kurzfristigen Zinssätze in Japan erheblich negativ.
Es muss sorgfältig überwacht werden, dass die Risiko-Divergenz der geldpolitischen Stellungen zwischen Japan und dem Ausland hohe Volatilität an den Finanzmärkten, insbesondere im Devisenmarkt, mit sich bringen könnte.
Die BoJ muss weitere Zinserhöhungen schrittweise durchführen.
Ich glaube, es ist notwendig, den Fokus stärker auf Preisanstiege zu richten, da erwartet wird, dass die ausländischen Volkswirtschaften einen bedeutenden Wandel zur Erholung erleben werden.
Die Bank von Japan befindet sich in einer Phase, in der sie über eine Reduzierung der Bilanzsumme nachdenken sollte.
Die BoJ sollte sich Zeit nehmen und vorsichtig sein, wenn sie ihre Käufe von japanischen Staatsanleihen reduziert.
Meine Erwartung ist, dass Japan diesmal eine wahre Morgendämmerung erleben wird; mit anderen Worten, dieses Mal ist es anders.
Wir werden eine Situation sehen, die die frühere Norm übersteigt, dass Löhne und Preise nicht leicht steigen.
Im Prozess der Normalisierung der Geldpolitik ist es wünschenswert, dass die BoJ vermeidet, eine Marktvolatilität zu verursachen, die das Risiko-Prämie, die von den Marktteilnehmern gefordert wird, erheblich übersteigt.
Ein Weg zum Ausstieg aus dem deflationären Gleichgewicht hat sich endlich herausgebildet.
Wenn eine solche Volatilität auftreten würde, besteht das Risiko, dass der Markt für japanische Staatsanleihen eine Verschlechterung der Funktionsweise oder eine Dysfunktionalität erfährt, was eine angemessene Reaktion erforderlich machen würde.
Angesichts der schwächeren Investitionsnachfrage nach superlangfristigen JGBs muss die BoJ die Marktsituation sorgfältig prüfen, wenn sie im Juni eine Zwischenbewertung ihres Taper-Plans vornimmt.
Ein breites Verständnis, dass die japanische Wirtschaft bereits nicht mehr in der Deflation ist, scheint auch ein gemeinsames Verständnis zu fördern, dass das Ziel der Preisstabilität fast erreicht ist.
Da die Angebots- und Nachfragesituation für superlangfristige japanische Staatsanleihen insbesondere voraussichtlich weiterhin von Bedeutung sein wird, muss die BoJ die Entwicklungen der langfristigen Zinssätze genau beobachten und effektiv mit dem Markt kommunizieren.
In außergewöhnlichen Umständen könnte die Bank von Japan eine flexible Reaktion in Betracht ziehen, einschließlich Käufen von japanischen Staatsanleihen.
Bei Redaktionsschluss notiert USD/JPY 0,35% niedriger am Tag bei 155,90.
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.