Australiens Verbraucherpreise sind stärker gestiegen als erwartet. Anhaltender Preisdruck bei Dienstleistungen und Wohnen sowie ein robuster Arbeitsmarkt stützen die Argumente für eine vorsichtige Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die australische Notenbank im Februar, schreibt Deepali Bhargava, regionale Forschungschefin Asien-Pazifik bei ING.
„Die Inflation gemessen am Verbraucherpreisindex im Dezember – und damit für das vierte Quartal 2025 – hat positiv überrascht. Der getrimmte Mittelwert des CPI stieg auf 3,4 Prozent im Jahresvergleich und lag damit leicht über der Konsensschätzung von 3,3 Prozent. Treiber waren anhaltende Preissteigerungen im Wohnbereich (plus 5,5 Prozent im Jahresvergleich) sowie in den Bereichen Freizeit und Kultur (plus 4,5 Prozent im Jahresvergleich).“
„In der Gesamtschau stärken diese Entwicklungen die Argumente für eine weitere Straffung. Wir erwarten nun, dass die RBA den Leitzins im Februar um 25 Basispunkte anhebt, da die Dezember-Daten zeigen, dass die Inflation weiterhin klar über dem Zielwert liegt und sich voraussichtlich nicht wie von der Notenbank zuvor erwartet abschwächen wird.“
„Das deutet darauf hin, dass eine mögliche Zinserhöhung im Februar vorsichtig ausfallen dürfte und das sensible Gleichgewicht zwischen Wachstumsstützung und Eindämmung der hartnäckig hohen Inflation widerspiegelt.“