Der US Dollar Index (DXY) notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts am Freitag bei rund 99,95 und damit im Tagesverlauf nahezu unverändert, da sich Anleger vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Juli mit aggressiven Wetten zurückhalten. Anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten stützen den US-Dollar (USD) weiterhin als sicheren Hafen, während der Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht neue Hinweise auf die nächste geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) liefern könnte.
Die regionalen Spannungen bleiben erhöht, nachdem ein saudischer Beamter gewarnt hatte, dass einige irakische Milizfraktionen in Abstimmung mit den vom Iran unterstützten Houthis dabei seien, in naher Zukunft einen Angriff auf Saudi-Arabien vorzubereiten. Unterdessen bekannten sich die Houthis zu einem Angriff auf einen saudischen Öltanker im Golf von Aden, während Berichte darauf hindeuten, dass der Iran einen Rahmen erwägt, der die Durchfahrt von US- und israelischen Schiffen durch die Straße von Hormus einschränken würde. Diese Entwicklungen stützen weiterhin die Ölpreise, schüren Inflationssorgen erneut und festigen die Erwartungen an einen hawkischeren geldpolitischen Kurs, was dazu beiträgt, die Renditen von US-Staatsanleihen erhöht zu halten und den Greenback zu stützen.
Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun auf die vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. Ökonomen erwarten, dass die US-Wirtschaft im Juli 80K Stellen geschaffen hat, nach 57K im Juni, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich unverändert bei 4,2% bleiben und das jährliche Wachstum der durchschnittlichen Stundenlöhne bei 3,5% verharren dürfte. Die Zahlen könnten die Markterwartungen für den geldpolitischen Kurs der Fed neu ausrichten, da Anleger weiterhin die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung vor Jahresende einpreisen.
Der NFP-Bericht dürfte daher kurzfristig der wichtigste Katalysator für den US-Dollar sein. Ein stärker als erwarteter Bericht würde die Erwartungen an eine hawkishere Fed untermauern und dem USD zusätzlichen Auftrieb geben, während eine schwächere Veröffentlichung den Greenback trotz der anhaltenden Unterstützung durch geopolitische Unsicherheit belasten könnte.
Im Ein-Stunden-Chart notiert der US Dollar Index bei 99,91. Der kurzfristige Ton ist neutral, wobei der Kurs über dem 100-periodischen Simple Moving Average (SMA) bei 99,86 und der steigenden Trendlinienunterstützung bei rund 99,72 gehalten wird, jedoch weiterhin deutlich unter dem 200-periodischen SMA bei 100,30 gedeckelt bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 51,09 liegt nahe seiner Mittellinie und deutet nach der jüngsten Konsolidierung um die Marke von 100,00 auf ein ausgeglichenes Momentum hin.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 100,06, vor dem 200-periodischen SMA bei 100,30 und einem höheren horizontalen Niveau bei 100,45. Auf der Unterseite ist die unmittelbare Unterstützung im nahegelegenen Cluster aus dem 100-periodischen SMA bei 99,86 und der aufwärts gerichteten Trendlinie bei 99,72 zu sehen, mit einer weiter entfernten strukturellen Untergrenze bei 99,42. Ein klarer Ausbruch über 100,06 oder unter 99,72 wäre wahrscheinlich erforderlich, um die nächste Richtungsbewegung im Index auszulösen.
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