TradingKey – Am 7. August gab SK Hynix bekannt, insgesamt 54 Billionen Won (rund 38,4 Milliarden US-Dollar) in seine beiden großen Produktionsstandorte im südkoreanischen Yongin und Cheongju zu investieren. Damit sollen Kapazitäten für Speicherchips der nächsten Generation aufgebaut werden, um dem durch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz getriebenen, langfristigen Nachfragewachstum gerecht zu werden.
Der Ankündigung zufolge plant das Unternehmen, bis Ende April 2031 rund 19,1 Billionen Won in die Fabrik M17 in Cheongju sowie bis Ende Oktober 2031 weitere 35,2 Billionen Won in Y2, die zweite Fabrik des Halbleiter-Clusters in Yongin, zu investieren.
SK Hynix erklärte, dass mit der fortschreitenden Verbreitung von Anwendungen wie generativer KI, KI-Inferenz und Agentic AI auch die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern rasant ansteigt. Das Unternehmen ist überzeugt, dass im KI-Zeitalter die bloße Technologieführerschaft nicht mehr ausreicht, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Viel entscheidender sei die Fähigkeit, genau dann ausreichende Kapazitäten bereitzustellen, wenn die Kunden sie benötigen. Dies habe zu der Entscheidung geführt, die Produktionskapazitäten vorausschauend und vor dem eigentlichen Zeitplan zu planen.
Tatsächlich ist diese Investition auch ein wichtiger Bestandteil des Gesamtplans zur Kapazitätserweiterung des Unternehmens. Im Juni dieses Jahres kündigte SK Hynix einen langfristigen Investitionsplan an, der das Halbleiter-Cluster in Yongin und den Standort Cheongju umfasst. Demnach belaufen sich die geplanten Gesamtinvestitionen für das Yongin-Projekt auf rund 600 Billionen Won, während die Erweiterungsinvestitionen für den Standort Cheongju bei etwa 100 Billionen Won liegen. Der Fertigstellungstermin für alle vier Fabriken im Industriepark Yongin wurde auf 2033 vorgezogen – und liegt damit deutlich vor dem ursprünglichen Zeitplan. Mit dem offiziellen Start der Projekte Y2 und M17 treten beide Hauptproduktionsstandorte nun in eine neue Bauphase ein.
Was den Baufortschritt betrifft, so schreitet die erste Fabrik in Yongin (Y1) derzeit planmäßig voran; ihr erster Reinraum soll voraussichtlich im Februar nächsten Jahres in Betrieb genommen werden. Der Baubeginn für Y2, das die zweite Phase der Erweiterung übernehmen wird, ist für Juli nächsten Jahres geplant, wobei der erste Reinraum voraussichtlich im Juni 2029 eröffnet werden soll.
Cheongju hingegen verfügt über eine vergleichsweise ausgereifte industrielle Basis, da auf dem Gelände bereits mehrere NAND-Produktionsstätten wie M11, M12 und M15 angesiedelt sind. Die neu errichtete Fabrik M17 kann die bestehende Wasser- und Stromversorgung sowie die unterstützende Infrastruktur direkt mitnutzen, was die Bauzeit verkürzt und die Kosten senkt. Dem Plan zufolge soll der Bau von M17 im Februar nächsten Jahres beginnen, wobei der erste Reinraum voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb genommen wird und sich der gesamte Investitionszyklus bis 2031 erstrecken soll.
Bemerkenswert ist, dass diese Investition nicht nur das Hauptgebäude der Fabrik umfasst, sondern auch F&E-Zentren, Büroeinrichtungen, Sozialgebäude für Mitarbeiter sowie die Infrastruktur für Stromversorgung, Wasserversorgung, Wasseraufbereitung und Lagerhaltung abdeckt. Dadurch wird gleichzeitig Raum für künftige, kontinuierliche Erweiterungen geschaffen.
SK Hynix erklärte, man werde den Fabrikbau auf Basis von mittel- bis langfristigen Nachfrageprognosen vorantreiben, die im engen Austausch mit den Kunden ermittelt werden. Gleichzeitig sollen der Ausbau der Reinräume und die Installation der Anlagen schrittweise und im Einklang mit den Marktveränderungen erfolgen. So soll eine Balance zwischen Kapazitätserweiterung und Kapitaleffizienz gewahrt und allzu schnelle Vorabinvestitionen vermieden werden.