Die Federal Reserve ließ ihren Zielkorridor um 18:00 GMT bei 3,50 % bis 3,75 % unverändert, wobei drei stimmberechtigte Mitglieder für eine sofortige Anhebung um einen Viertelprozentpunkt votierten. Aktien kauften den Hold und ignorierten die Spaltung; der Index legte in den Minuten nach der Schlagzeile um rund 200 Punkte zu und notierte nahe 52.100. Das ist eine Erholung von etwa 350 Punkten vom Tagestief im Bereich von 51.800 und macht kaum ein Drittel des Rückgangs vom Tageshoch wett.
Das Briefing um 18:30 GMT ist nun das gesamte Risiko, denn diese Sitzung enthält keine Summary of Economic Projections und eine kurze Erklärung lässt keinen Guidance-Text, über den man streiten könnte. Ein Schock beim Diskontsatz ist das einzige geplante Ereignis, das jeden Bestandteil gleichermaßen trifft, was ein hawkisches Briefing für den Index gefährlicher macht als jede einzelne Ergebniszeile in dieser Woche. Drei Gegenstimmen geben dem Vorsitzenden Rückendeckung, so zu klingen wie sie.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.