Gold (XAU/USD) notiert am Mittwoch tiefer im Bereich von 4.003 USD und setzt damit seinen jüngsten Rückgang fort, da sich Anleger vor der geldpolitischen Ankündigung der Federal Reserve (Fed) zurückhaltend zeigen.
Das Edelmetall kann von der geopolitischen Unsicherheit kaum profitieren, da erhöhte Renditen von US-Staatsanleihen und ein fester US-Dollar seine Attraktivität mindern. Höhere Anleiherenditen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, das keine Zinsen abwirft, während ein stärkerer Greenback das Metall für Käufer, die andere Währungen verwenden, teurer macht.
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed den Leitzins im Bereich von 3,50%-3,75% unverändert lässt. Allerdings bleibt die Unsicherheit rund um die Entscheidung erhöht, wobei rund 64% der Händler mit einer Beibehaltung rechnen und die Märkte für September eine Wahrscheinlichkeit von etwa 80% für eine Anhebung um 25 Basispunkte einpreisen. Anleger werden die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh genau verfolgen, um Hinweise auf den Zeitpunkt weiterer geldpolitischer Straffungen zu erhalten.
Auch die erneuten Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran beeinflussen Gold. Iranische Raketen, die auf US-Streitkräfte zielten, wurden abgefangen, während US- und saudische Kräfte Vergeltungsschläge gegen Logistik- und Waffenziele im Irak ausführten. Die Eskalation trieb die Rohölpreise deutlich nach oben und belebte die Sorge, dass steigende Energiekosten die Inflation hoch halten könnten.
Obwohl geopolitische Unsicherheit normalerweise die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold stützt, überwiegt derzeit der inflationäre Effekt des Konflikts. Höhere Ölpreise stärken das Argument für die Fed, restriktive Zinssätze länger beizubehalten, und begrenzen damit das Aufwärtspotenzial des renditelosen Metalls.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert XAU/USD bei 4.011,96 USD und behält damit einen bärischen kurzfristigen Ton bei, da es sowohl unter dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei rund 4.056 USD als auch unter dem 100-Perioden SMA nahe 4.061 USD bleibt. Das Paar handelt unter einem dichten Band naher Widerstandsniveaus, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 39 auf schwaches Momentum hindeutet und signalisiert, dass Verkäufer bei intraday Erholungen weiterhin die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 4.025 USD, gefolgt von 4.033 USD und dann 4.048 USD, bevor der 20-Perioden SMA bei etwa 4.056 USD und der 100-Perioden SMA nahe 4.061 USD eine breitere Begrenzungszone bilden. Auf der Unterseite ergibt sich die unmittelbare Unterstützung beim Tagestief bei rund 4.024 USD, während sich ein wichtigerer Boden nahe 3.996 USD abzeichnet, den die Käufer verteidigen müssten, um einen tieferen Korrekturrückgang zu verhindern.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)