Die Federal Reserve hielt ihren Zielkorridor um 18:00 GMT mit 3,50% bis 3,75% bei einer 9-3-Abstimmung unverändert, wobei drei stimmberechtigte Mitglieder eine sofortige Anhebung um einen Viertelprozentpunkt bevorzugten. Das Pfund wertete dies eher als Entlastung denn als Warnsignal und sprang innerhalb weniger Minuten um rund 40 Pips in den Bereich von 1,3350, womit es den besten Stand seit zwei Tagen erreichte. Die Futures-Bepreisung hatte vor der Sitzung mehr als ein Drittel einer Zinserhöhung eingepreist, und dieser Aufschlag wurde nach der Schlagzeile aus dem Dollar herausgenommen.
Das Briefing um 18:30 GMT trägt die gesamte Forward-Frage, da dieses Treffen keine Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen enthält und die Erklärung die Kurzform beibehält, die die Forward Guidance im Juni beendet hat. Drei Gegenstimmen bilden erstmals unter diesem Vorsitzenden den hawkischen Block, und ein Vorsitzender, der sie als Richtungsvorgabe liest, nimmt diese Bewegung sofort zurück. Für September werden bereits die Chancen auf mindestens eine Erhöhung auf etwa drei Viertel geschätzt.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.