Die Dow Jones-Futures gewinnen 0,14 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Freitag nahe 49.900, vor der regulären Öffnung der Vereinigten Staaten (US). Unterdessen steigt der S&P 500 um 0,12 % auf knapp 7.250. Die Nasdaq 100-Futures legen jedoch um 0,04 % auf knapp 27.600 zu.
Die US-Aktien-Futures steigen nach den Rekordschlüssen an der Wall Street am Vortag leicht an. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 erreichen neue Rekordhochs und verzeichnen ihre stärksten monatlichen Zuwächse seit 2020.
Im regulären US-Handel am Donnerstag stieg der Dow Jones um 1,62 %, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 1,02 % bzw. 0,89 % zulegten, angetrieben von soliden Unternehmensgewinnen und sinkenden Ölpreisen. Nach Handelsschluss veröffentlichte Apple Quartalsergebnisse, die die Erwartungen übertrafen, was die Stimmung im Technologiesektor weiter unterstützte. Die Händler konzentrieren sich nun auf weitere Gewinnberichte, die am Freitag erwartet werden, darunter Chevron, Exxon Mobil, Colgate-Palmolive, Estée Lauder und CBOE, unter anderem.
Die Händler bleiben jedoch angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran vorsichtig. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, dass er die maritime Blockade der iranischen Häfen fortsetzen werde, angesichts der Befürchtungen, dass die strategisch wichtige Straße von Hormus kurzfristig nicht wieder geöffnet wird. Trump kritisierte auch die Bemühungen des Kongresses, seine Kriegsvollmachten einzuschränken, darunter einen kürzlich abgelehnten Senatsvorschlag, so Bloomberg.
Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei trübte die Aussichten auf eine Einigung weiter ein, indem er schwor, die nuklearen und raketentechnischen Fähigkeiten der Islamischen Republik nicht aufzugeben, und signalisierte, dass Teheran die Kontrolle über die Straße behalten werde.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.