TradingKey - US-Finanzminister Scott Bessent forderte den Senat auf, so schnell wie möglich über den Clarity Act abzustimmen, was der Erholung des Kryptomarktes Auftrieb verlieh.
Am 31. Juli erholte sich der Kryptomarkt leicht und legte um 0,65 % zu, wodurch seine gesamte Marktkapitalisierung auf 2,2 Billionen US-Dollar stieg. Im frühen asiatischen Handel durchbrach Bitcoin ( BTC) durchbrach kurzzeitig die Marke von 65.000 US-Dollar und notierte vorübergehend bei 64.308 US-Dollar; Ethereum ( ETH) näherte sich kurzzeitig der Marke von 2.000 US-Dollar und notierte vorübergehend bei 1.903 US-Dollar; BNB ( BNB) entwickelte sich sogar noch stärker, legte im frühen Handel um über 3 % zu, näherte sich der 600er-Marke und notierte vorübergehend bei 589 US-Dollar.

Bitcoin-Kurschart, Quelle: CoinMarketCap
Nach dem Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht SEC kritisierte heute auch US-Finanzminister Scott Bessent auf der Social-Media-Plattform X die Demokraten im Senat dafür, dass sie die Abstimmung über den Clarity Act verzögern, und drängte auf eine rasche Abstimmung. Überraschenderweise zitierte Scott Bessent auch Satoshi Nakamotos klassische Entgegnung an den EOS-Gründer: „Wenn du mir nicht glaubst oder es nicht verstehst, habe ich keine Zeit, zu versuchen, dich zu überzeugen, tut mir leid.“
Am 29. Juli forderte auch der SEC-Vorsitzende Paul Atkins den Kongress auf, den Gesetzentwurf zu verabschieden, und schrieb auf der Plattform X: „Ich bin entschlossen, den Kongress dabei zu unterstützen, den Clarity Act voranzutreiben, einschließlich der Bereitstellung technischer Unterstützung.“ Diesen Montag erklärte Paul Atkins zudem, dass die SEC eigene Regeln für den Kryptomarkt aufstellen werde, falls der Kongress den Gesetzentwurf nicht verabschiedet.
Angesichts der bevorstehenden Sommerpause des US-Kongresses hat die Trump-Regierung die Führung des Senats wiederholt unter Druck gesetzt, über den Clarity Act abzustimmen und ihn zu verabschieden. Dies geschieht vor allem aus Sorge, dass sich der Gesetzentwurf bei einem künftigen politischen Machtwechsel verzögern oder gar aufgehoben werden könnte, während formell in Kraft getretene Bundesgesetze nur äußerst schwer wieder aufzuheben sind. Sollte dies der Fall sein, würde die Trump-Regierung ihre Wahlversprechen gegenüber den Krypto-Wählern und der Web3-Branche, die enorme politische Spenden geleistet hat, nicht einhalten, und dem Krypto-Projekt der Trump-Familie könnte die Zwangsliquidation drohen.