XRP wie vor dem Mega-Run? Ripple-Chart schockt Anleger

Quelle Fxstreet

XRP steht vor einem dieser Momente, die Anleger später bereuen, ignoriert zu haben. Still. Unauffällig. Und genau deshalb brandgefährlich. Denn aktuell passiert etwas, das sich in der Vergangenheit immer wieder als Wendepunkt entpuppt hat – kurz bevor der Kurs explodierte.

Ripple (XRP) notiert seit exakt 70 Tagen unter dem 50-Wochen-Durchschnitt. Klingt unspektakulär? War es früher auch. Und genau das ist der Punkt.

70 Tage unter der Linie – und dann kam der Knall

Wer sich die Historie anschaut, erkennt ein Muster, das kaum klarer sein könnte. In drei früheren Marktzyklen passierte fast exakt dasselbe.

  • 2017 lag XRP 70 Tage unter dem 50-Wochen-SMA – danach folgte ein Kurssprung von über 200 %.
  • 2021 waren es 49 Tage, anschließend ein Plus von 70 %.
  • 2024 hielt diese Phase 84 Tage an – das Ergebnis: über 850 % Kursgewinn.

Und jetzt? Wieder 70 Tage. Wieder keine Euphorie. Wieder Seitwärtsbewegung. Aber noch kein Ausbruch.

Der bekannte Analyst Steph Is Crypto bringt es auf den Punkt: XRP befindet sich aktuell exakt in jenem historischen Zeitfenster, das in der Vergangenheit regelmäßig das Ende der Schwächephase und den Start einer Expansion markierte.

Sieht langweilig aus – und genau das macht es so gefährlich

Wer sich den aktuellen Chart anschaut, wird nicht begeistert sein. Kaum Bewegung. Wenig Volumen. Keine Schlagzeilen. Kein Hype. Genau so sah es allerdings auch 2016 und 2024 aus – kurz bevor XRP massiv anzog.

Damals wie heute zeigte sich eine klassische A-B-C-Korrektur, also eine dreiteilige Abwärts- und Seitwärtsphase. Diese Struktur dauerte jeweils 120 bis 150 Tage. Und genau dort steht XRP jetzt wieder: bei rund 150 Tagen.

Steph Is Crypto formuliert es drastisch ehrlich: Nichts daran sieht spannend aus. Und genau so sieht XRP fast immer aus, kurz bevor er sich bewegt.

Fraktal-Modell nennt konkrete Kursziele – aber mit klaren Warnungen

Ein weiterer Analyst, Egrag Crypto, verfolgt XRP mit einem sogenannten Fraktal-Modell, das laut ihm aktuell eine Trefferquote von rund 82 % aufweist. Sollte dieses Modell weiter greifen, nennt er mehrere mögliche Kurszonen, die XRP im Laufe der Zeit erreichen könnte: 3,20 Dollar, 8 Dollar, 15 bis 16 Dollar – im Extremfall sogar 20 bis 27 Dollar.

Aber: Das Modell lebt. Und es kann kippen. Ein Rückfall unter 1,60 Dollar würde das Szenario deutlich schwächen. Ein Bruch unter 1,30 Dollar würde es komplett zerstören.

Der zeitliche Rahmen für eine größere Bewegung liegt laut Modell nicht morgen oder nächste Woche, sondern eher im Fenster zwischen Juni und Oktober 2026. Geduld ist also Pflicht.

Kurzfristig zählt jeder Dollar

Aktuell notiert XRP bei 1,87 Dollar. Innerhalb von 24 Stunden ging es um 1,5 % nach unten, auf Wochensicht um 1,2 %. Der Analyst CryptoWZRD sieht einen klaren Grenzwert: Über 1,98 Dollar bleibt XRP bullisch.

Die Unterstützung liegt bei 1,82 Dollar, der nächste ernsthafte Widerstand bei rund 2,75 Dollar.

Aber Vorsicht: Das Risiko ist real – und brutal

So überzeugend historische Muster auch wirken: Sie schützen nicht vor Fehlbewegungen. Der Analyst Ali Martinez warnt ausdrücklich vor einer möglichen scharfen Korrektur. Sollte XRP an wichtigen Widerständen erneut scheitern, hält er sogar einen Rückgang von über 55 % für möglich. Sein Negativszenario: ein Absturz bis in den Bereich um 0,80 Dollar.

Das Entscheidende zum Schluss

XRP ist aktuell kein Hype-Trade. Kein TikTok-Coin. Kein „schnell reich“-Versprechen. Sondern ein Markt, der sich ruhig, leise und unscheinbar auflädt – genau wie vor früheren Explosionen.

  • 70 Tage unter dem 50-Wochen-Durchschnitt.
  • 150 Tage Korrekturphase.
  • Historisch identische Muster.

Ob daraus wieder eine massive Rally wird oder ein bitteres Fehlsignal, entscheidet sich nicht durch Meinungen, sondern durch harte Kursmarken. Für Anleger heißt das: Wer jetzt hinschaut, ist früh. Wer wartet, bis es spannend aussieht, ist es meist zu spät.

Und genau deshalb ist XRP gerade so gefährlich.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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