Gold fest über 5.000 Dollar: Chinas Kaufrausch und Fed-Drama stützen den Kurs
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Das Fundament: Gold verteidigt die Marke von 5.000 Dollar, gestützt durch den 15. Monat in Folge mit Käufen durch die chinesische Zentralbank.
Der Polit-Krimi: Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Trump droht Warsh mit Klage) belasten den Dollar.
Der Bremsklotz: Eine Entspannung im Nahen Osten und steigende Aktienmärkte ("Risk-On") begrenzen das Aufwärtspotenzial vor den US-Arbeitsmarktdaten.
Der Goldpreis (XAU/USD) zeigt sich zum Wochenstart robust. Im asiatischen Handel kletterte das Edelmetall erneut über die psychologisch wichtige Hürde von 5.000 US-Dollar. Dabei profitiert Gold von einer Mischung aus realer physischer Nachfrage und wachsender Skepsis gegenüber der US-Geldpolitik.
Chinas Hunger auf Gold ist ungestillt
Die stärkste Stütze für den Goldpreis bleibt die People's Bank of China (PBoC). Daten vom Wochenende bestätigen, dass die chinesische Zentralbank ihre Goldreserven auch im Januar aufgestockt hat – und das nun schon im 15. Monat in Folge. Die Bestände wuchsen um 40.000 Feinunzen auf nunmehr 74,19 Millionen Unzen (Gegenwert: ca. 369,58 Mrd. Dollar). Dass Peking seine Reserven konsequent diversifiziert, gilt an den Märkten als langfristiges Kaufsignal ("Floor") für das Edelmetall.
Washingtons Angriff auf die Fed
Gleichzeitig gerät der US-Dollar unter Druck, was Gold für internationale Käufer attraktiver macht. Auslöser ist ein ungewöhnlich scharfer Konflikt um die künftige Ausrichtung der Federal Reserve. US-Präsident Donald Trump drohte am Samstag offen damit, seinen eigenen Kandidaten für den Fed-Vorsitz, Kevin Warsh, zu verklagen, sollte dieser die Zinsen nicht senken. Flankiert wurde dies von Finanzminister Scott Bessent, der sogar strafrechtliche Ermittlungen nicht ausschloss. Diese politische Einflussnahme schürt Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank und befeuert die Wette auf Zinssenkungen – ein klassisches Umfeld für einen schwachen Dollar und starkes Gold.
Risiko-Appetit bremst die Rallye
Dass der Goldpreis nicht noch stärker steigt, liegt an der guten Stimmung an den Aktienmärkten. Investoren schichten Kapital in riskante Anlagen ("Risk-On") um, nachdem sich die Lage im Nahen Osten leicht entspannt hat. Indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran endeten am Freitag mit einer Einigung auf den diplomatischen Weg. Das nimmt die unmittelbare Kriegsangst aus dem Markt und wirkt als "Gegenwind" für den sicheren Hafen Gold.
Der Ausblick:Händler halten sich mit großen Wetten zurück und warten auf die "Big Data" dieser Woche:
Mittwoch: Der (verspätete) US-Arbeitsmarktbericht (NFP).
Freitag: Die neuesten US-Inflationsdaten.
Charttechnik: Gold kämpft aktuell mit dem 200-Stunden-SMA. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen gleitenden Durchschnitt würde das kurzfristige Bild deutlich aufhellen (RSI bei 64, bullisch). Scheitern die Bullen jedoch an dieser Hürde, droht eine Konsolidierung.
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