Silber (XAG/USD) gibt am Dienstag nach, nachdem es seinen früheren Anstieg nicht halten konnte. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Metall bei rund 66 USD, nachdem es im Tagesverlauf ein Hoch nahe 67,19 USD erreicht hatte. Der Rücksetzer kommt, da steigende Ölpreise die Sorge verstärken, dass die Inflation erhöht bleiben könnte und die Zentralbanken dazu veranlassen, die Kreditkosten hoch zu halten.
Höhere Zinsen belasten Silber in der Regel, da das Metall keine Rendite bietet. Die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) haben sich seit dem freundlichen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag verstärkt, wobei das CME FedWatch Tool eine Wahrscheinlichkeit von rund 60% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte in der kommenden Woche anzeigt.
Allerdings scheint das Abwärtspotenzial bei Silber begrenzt, da der US-Dollar (USD) unter Druck bleibt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 98,82, nachdem er kurzzeitig wieder über 99 gestiegen war, und bewegt sich damit nahe seinem niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen.
Der Fokus richtet sich nun auf den US-Erzeugerpreisindex (EPI) am Donnerstag und den Verbraucherpreisindex (VPI) am Freitag. Die Daten werden dabei helfen zu bestimmen, ob die Fed die Zinsen auf ihrer Sitzung am 15. bis 16. September anhebt.

Auf dem Tages-Chart hält sich XAG/USD über dem 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 62 USD und einer dichten Fibonacci-Unterstützungszone, die sich zwischen dem 61,8%-Retracement bei 60,97 USD und dem 38,2%-Niveau bei 64,80 USD konzentriert, was darauf hindeutet, dass Abwärtsversuche vorerst abgefedert bleiben.
Allerdings notiert der Preis weiterhin unter dem 100-Tage-SMA bei 67,28 USD und dem 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 67,17 USD, wodurch der breitere Ton neutral bleibt, während der Relative Strength Index (RSI) um 53 und ein leicht negativer Moving Average Convergence Divergence (MACD) auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeuten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 67,17 USD, dicht gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 67 USD. Ein Tagesschluss über dieser Konfluenz würde den Weg zum nächsten Hindernis beim vorherigen Swing-Anker nahe 71 USD und anschließend zum 200-Tage-SMA bei 72 USD öffnen.
Auf der Unterseite bietet das 38,2%-Retracement bei 64,80 USD unmittelbare Unterstützung, mit weiteren Pufferzonen beim 50%-Niveau bei 62,89 USD und dem 61,8%-Retracement bei 60,97 USD. Ein Bruch unter diese Zone würde tiefere Fibonacci-Unterstützungen bei 58,24 USD und 54,77 USD freilegen, wobei der 50-Tage-SMA bei 62 USD die breitere Konsolidierung derzeit stützt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)