WTI-Öl steigt, da die Versorgungsrisiken im Nahen Osten weiterhin erhöht bleiben

Quelle Fxstreet
  • WTI-Öl setzt seinen Anstieg fort, da Angriffe auf Schiffe neue Angebotsbedenken schüren.
  • Ein Angriff auf die Jazan-Raffinerie von Saudi Aramco verstärkt die Sorgen über die regionale Öl-Infrastruktur.
  • Das technische Setup bleibt bullish, obwohl sich der RSI dem überkauften Bereich nähert.

West Texas Intermediate (WTI) Öl legt am Montag weiter zu, da neue Angriffe der Vereinigten Staaten und des Iran am Wochenende die bereits erhöhten Angebotsbedenken infolge des monatelangen Krieges im Nahen Osten verstärken. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird WTI bei rund 91,15 USD pro Barrel gehandelt, dem höchsten Stand seit dem 24. Juli.

Das US Central Command teilte mit, dass es drei iranische Schiffe angegriffen habe, darunter eines in der Nähe der Insel Kharg, ein weiteres nahe Jask sowie einen leeren Tanker im Golf von Oman, als Reaktion auf frühere iranische Raketenangriffe auf Kriegsschiffe der US Navy.

Iranische Staatsmedien berichteten am Sonntag, dass seine Streitkräfte ein unbemanntes US-Schiff getroffen hätten, was das US Central Command jedoch dementierte. Der Iran erklärte zudem, drei kommerzielle Öltanker ins Visier genommen zu haben, die auf Routen unterwegs waren, die Teheran als nicht autorisiert betrachtet.

Al Jazeera berichtete, dass Irans oberster Sicherheitsbeamter, Mohsen Rezaei, gesagt habe, Teheran werde in den kommenden Tagen eine Sperrzone in der Nähe der Straße von Hormus ausrufen und eine neue, mit Oman vereinbarte Schifffahrtsroute bekannt geben.

Zusätzlich zu den Angebotsbedenken berichtete die Financial Times, dass die Jazan-Ölraffinerie von Saudi Aramco am Montag von einem weiteren Angriff getroffen wurde. Das Ausmaß der Schäden wird noch bewertet, während Aramco sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert hat. Die Anlage kann täglich rund 400.000 Barrel Rohöl verarbeiten.

Unterdessen ließ OPEC+ bei seinem Treffen am Sonntag die Ölproduktionspolitik für Oktober unverändert. Da keine neue Angebotsausweitung angekündigt wurde, dürften die Ölpreise weiterhin empfindlich auf Störungen im Nahen Osten reagieren, während die Vereinigten Staaten und der Iran mit weiteren Vergeltungsdrohungen aufeinander reagieren.

Technische Analyse

Im Tageschart behält WTI US Oil einen bullishen Bias bei, da es sich deutlich über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und dem 200-Tage-SMA hält.

Der Preis notiert zudem über dem 20-Tage-SMA der Bollinger Bänder bei rund 84 USD, während das Momentum konstruktiv bleibt: Der Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 65 und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist positiv über der Nulllinie, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck weiterhin besteht, sich aber dem überdehnten Bereich nähert.

Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch das obere Bollinger-Band bei rund 91 USD definiert. Ein täglicher Schlusskurs über diesem Niveau würde den Weg für weitere Gewinne öffnen und die aktuelle bullishe Phase ausweiten. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung nahe dem aktuellen Bereich, wobei ein Pullback in Richtung des 100-Tage-SMA bei 85 USD und der Bollinger-Mittellinie bei 84 USD wahrscheinlich Kaufinteresse bei Rücksetzern anziehen dürfte, während tiefere Rückgänge das untere Bollinger-Band und den 200-Tage-SMA nahe 78 USD als bedeutendere Nachfragezone ins Blickfeld rücken würden.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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