Gold (XAU/USD) tut sich am Montag schwer, auf seinen Intraday-Anstieg aufzubauen, hält jedoch moderate Gewinne, da der US-Dollar (USD) unter Verkaufsdruck bleibt, nachdem die Erwartungen nachgelassen haben, dass die Federal Reserve (Fed) auf ihrer Sitzung im September die Zinsen anheben wird.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert XAU/USD nahe 4.401 USD, nachdem es während der asiatischen Handelsstunden ein Intraday-Hoch von 4.416 USD erreicht hatte.
Laut dem CME-FedWatch-Tool sehen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 70% dafür, dass die US-Notenbank die Zinsen im nächsten Monat unverändert lässt, nach 48% vor einer Woche.
Die Veränderung der Erwartungen von einer Zinserhöhung hin zu einer Pause folgt auf eine Reihe enttäuschender US-Wirtschaftsdaten. Die Nonfarm Payrolls (NFP) gingen im Juli zurück, die Einzelhandelsumsätze fielen auf Monatsbasis, und sowohl die Inflation des Verbraucherpreisindex (CPI) als auch des Erzeugerpreisindex (PPI) verlangsamte sich auf Jahresbasis.
Die schwachen Daten haben die kurzfristigen Renditen von US-Staatsanleihen nach unten gedrückt, während die länger laufenden Renditen nahe den jüngsten Höchstständen bleiben. Dadurch hat sich die US-Renditekurve versteilt und ein schwieriges Umfeld für den US-Dollar geschaffen.
Analysten von DBS Group Research warnen, dass die traditionelle Beziehung zwischen US-Zinsen und der Währung unter Druck steht, und mahnen, dass "nachlassende Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen, anhaltende US-Fiskalsorgen und erhöhte langfristige Renditen von US-Staatsanleihen das Risiko bergen, die Verbindung zwischen höheren US-Renditen und einem stärkeren USD zu schwächen." Ihrer Ansicht nach macht dies die Positionierung zunehmend prekär, wobei "Spekulanten mit großen Short-USD-Positionen…auf fragilem Boden stehen."
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei etwa 99,45, nachdem er auf 99,30 gefallen war, den niedrigsten Stand seit dem 5. Juni.
Gold behält einen positiven kurzfristigen Bias bei, obwohl sich Käufer offenbar zurückhalten, die Preise deutlich höher zu treiben. Die Marktstimmung bleibt eng an die Entwicklungen im Nahen Osten geknüpft, insbesondere an die Chancen für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
Das im Juni von den Vereinigten Staaten und dem Iran unterzeichnete 60-Tage-Memorandum of Understanding läuft am Montag ohne Einigung aus. Die diplomatische Pattsituation hält die Ölpreise erhöht und den Inflationsausblick ungewiss, was die Fed dazu zwingen könnte, die Kreditkosten länger höher zu halten, ein Gegenwind für das renditelose Metall.

XAU/USD weist einen konstruktiven bullischen Bias auf, da der Spotpreis knapp über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 4.385 USD pendelt. Das Momentum bleibt positiv, wobei der Relative Strength Index (RSI) im Tages-Chart nahe 65 liegt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich bleibt, was zusammen darauf hindeutet, dass die Käufer die Kontrolle behalten, ohne die Bedingungen in extremes überkauftes Terrain zu treiben.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 100-Tage-SMA um 4.385 USD, wobei zusätzliche strukturelle Nachfrage tiefer bei der horizontalen Marke von 4.200 USD und dem 50-Tage-SMA nahe 4.147 USD zusammenfällt, vor einem tieferen Boden bei 4.000 USD.
Auf der Oberseite ist der 200-Tage-SMA bei 4.506 USD der nächste nennenswerte Widerstand, und ein klarer Durchbruch über diesen längerfristigen Durchschnitt würde wahrscheinlich den Weg für eine Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.