Der Silberpreis (XAG/USD) bewegt sich während der asiatischen Handelssitzung zu Wochenbeginn in einer engen Spanne um 63,50 USD. Das weiße Metall ringt um eine Richtung, liegt jedoch nahe dem am Freitag erreichten fast Sieben-Wochen-Hoch von 65,16 USD.
Es wird erwartet, dass die Edelmetalle mit erhöhter Volatilität konfrontiert werden, da die Daten zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Juli im Fokus stehen und am Mittwoch veröffentlicht werden.
Die Auswirkungen der US-VPI-Daten dürften erheblich auf die Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) sein, da die Kommentare in der geldpolitischen Erklärung vom Juli signalisierten, dass die Vertreter stark über die hohe Inflation besorgt sind und entschlossen sind, den Preisdruck auf das 2%-Ziel zu senken.
Höherer Inflationsdruck in den USA erhöht die Risiken von Zinserhöhungen der Fed, ein Szenario, das für zinslose Anlagen wie Silber ungünstig ist.
Am Freitag legte der Silberpreis deutlich zu, da Händler ihre hawkishen Fed-Wetten für die geldpolitische Sitzung im September nach der Veröffentlichung der US-Daten zu den Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (NFP) für Juli zurückschraubten, die einen Rückgang der Gesamtbeschäftigung zeigten.
Laut dem CME FedWatch Tool liegen die Chancen, dass die Fed auf der September-Sitzung die Leitzinsen anhebt, bei 46%, ein deutlicher Rückgang gegenüber 67% vor einer Woche.
Der US-NFP-Bericht zeigte, dass Arbeitgeber 23.000 Arbeitsplätze abbauten, während erwartet worden war, dass 80.000 neue Stellen geschaffen werden. Zudem wurde der NFP-Wert für Juni auf 20.000 nach unten revidiert, von zuvor 57.000.
Der Arbeitsmarktbericht der USA wird monatlich vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht und enthält unter anderem die Nonfarm Payrolls – die Zahl der im Vormonat neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Diese Kennzahl ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Lage in den USA und kann erhebliche Marktbewegungen auslösen. Die monatlichen Veränderungen sind oft volatil und unterliegen regelmäßig nachträglichen Korrekturen, die ebenfalls bedeutende Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben können. Zwar gilt ein hoher Beschäftigungszuwachs in der Regel als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD), ein schwacher Zuwachs als negativ (bärisch) – doch wird die Marktreaktion nicht allein von der Hauptzahl bestimmt. Auch Revisionsdaten der Vormonate und die Entwicklung der Arbeitslosenquote spielen eine wichtige Rolle bei der Gesamtbewertung durch den Markt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Fr Aug. 07, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: -23Tsd
Prognose: 80Tsd
Vorher: 57Tsd
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Der monatliche Arbeitsmarktbericht der USA gilt als der wichtigste Wirtschaftsindikator für Devisenhändler. Er wird am ersten Freitag nach dem Berichtsmonat veröffentlicht. Die Veränderung der Anzahl der Stellen steht in einem engem Zusammenhang mit der Gesamtleistung der Wirtschaft und wird von den politischen Entscheidungsträgern überwacht. Vollbeschäftigung ist eines der Mandate der Federal Reserve, und sie berücksichtigt die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt bei der Festlegung ihrer Politik, was sich wiederum auf die Währungen auswirkt. Trotz mehrerer Frühindikatoren, die die Schätzungen beeinflussen, neigen die Nonfarm Payrolls dazu, die Märkte zu überraschen und erhebliche Volatilität auszulösen. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Konsens übertreffen, ist dies für den USD tendenziell bullish.