Gold (XAU/USD) gibt zu Beginn einer neuen Woche nach und entfernt sich von seinem am Freitag erreichten höchsten Stand seit dem 17. Juni, nachdem die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts (Nonfarm Payrolls, NFP) enttäuscht hatte. Tatsächlich zeigten die wichtigen monatlichen US-Beschäftigungsdaten, dass die Wirtschaft im Juli überraschend 23.000 Arbeitsplätze verloren hat, während der Wert des Vormonats ebenfalls von 57.000 auf 20.000 nach unten revidiert wurde. Dies deutete auf Anzeichen einer Abkühlung des US-Arbeitsmarktes hin und schwächte die Argumente für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), was wiederum den US-Dollar (USD) stark belastete und dem zinslosen Edelmetall einen deutlichen Auftrieb verlieh.
Die unmittelbare Marktreaktion erwies sich jedoch als nur von kurzer Dauer, da Unsicherheiten rund um die Krise im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus dem sicheren Hafen Greenback etwas Unterstützung boten. Tatsächlich bekräftigte der Iran Bedingungen für eine vollständige Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße, darunter ein Ende der US-Seeblockade, die Aufhebung der Sanktionen und Entschädigungen für Kriegsschäden. Darüber hinaus schloss Teheran direkte Gespräche mit den USA aus und verwies auf angebliche Verstöße gegen das im Juni erzielte vorläufige Friedensabkommen. Dies hält die geopolitische Risikoprämie im Spiel und stützt den USD, was den Goldpreis unter Druck setzt.
Unterdessen wirkt die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran als Rückenwind für die Rohölpreise. Anleger bleiben besorgt, dass steigende Energiepreise den Inflationsdruck neu entfachen und große Zentralbanken zu einer hawkisheren Haltung zwingen könnten. Darüber hinaus zeigt das FedWatch-Tool der CME Group, dass Händler weiterhin eine höhere Wahrscheinlichkeit einpreisen, dass die US-Notenbank die Kreditkosten bis zum Jahresende anheben wird. Der Ausblick bleibt unterstützend für erhöhte Renditen von US-Staatsanleihen, was den USD-Bullen zugutekommt und die Argumente für eine weitere Abwärtsbewegung des Goldpreises untermauert. Händler könnten jedoch abwarten, bis diese Woche die neuesten US-Inflationsdaten veröffentlicht werden.

Der Ausbruch vom Freitag über das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Rückgangs von April bis Juni spricht für die Bullen bei XAU/USD. Die genannte Unterstützung liegt knapp über der Marke von 4.300 USD, und ein Bruch darunter könnte technische Verkäufe auslösen und den Weg für eine weitere Abwärtsbewegung ebnen. Zudem notiert Gold weiterhin unter dem 50%-Fibo-Level und dem sehr wichtigen 200-Tage-Simple Moving Average (SMA), was zur Vorsicht mahnt, bevor man sich auf eine Ausweitung der jüngsten Aufwärtsbewegung der vergangenen Woche oder so positioniert.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.03% | 0.02% | 0.30% | 0.09% | 0.04% | 0.22% | 0.12% | |
| EUR | -0.03% | -0.00% | 0.26% | 0.03% | 0.00% | 0.17% | 0.08% | |
| GBP | -0.02% | 0.00% | 0.26% | 0.04% | 0.04% | 0.17% | 0.09% | |
| JPY | -0.30% | -0.26% | -0.26% | -0.25% | -0.29% | -0.18% | -0.20% | |
| CAD | -0.09% | -0.03% | -0.04% | 0.25% | -0.10% | 0.13% | 0.03% | |
| AUD | -0.04% | -0.01% | -0.04% | 0.29% | 0.10% | 0.14% | 0.07% | |
| NZD | -0.22% | -0.17% | -0.17% | 0.18% | -0.13% | -0.14% | -0.08% | |
| CHF | -0.12% | -0.08% | -0.09% | 0.20% | -0.03% | -0.07% | 0.08% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.