West Texas Intermediate (WTI) Rohöl bleibt am Mittwoch unter Druck, findet jedoch kaum neue Verkäufer, da Händler auf die Bestätigung warten, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen wird. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert WTI bei rund 74 USD pro Barrel und damit nahe einem Drei-Wochen-Tief.
Iran und Oman haben sich auf die geografischen Koordinaten einer vorgeschlagenen Schifffahrtsroute durch die Wasserstraße geeinigt. Irans Außenministerium erklärte, eine gemeinsame Erklärung befinde sich in der Endphase der Prüfung und Ausarbeitung, sofern sich keine "Drittparteien" einmischen.
Eine informierte Quelle sagte jedoch gegenüber Fars News, dass eine Vereinbarung zwischen Iran und Oman die Straße nicht automatisch wieder öffnen würde. Es wären weiterhin separate Absprachen erforderlich, einschließlich der Erfüllung der US-Verpflichtungen.
Bis eine endgültige Vereinbarung erzielt wird und der Schiffsverkehr wieder aufgenommen wird, dürfte eine geopolitische Risikoprämie in den Ölpreisen eingepreist bleiben und den Spielraum für einen stärkeren Rückgang begrenzen.
Unterdessen zeigten Daten der US Energy Information Administration (EIA), dass die Rohöllagerbestände unerwartet um 2,479 Millionen Barrel gestiegen sind, verglichen mit den Erwartungen eines Rückgangs um 1,5 Millionen Barrel. In der Vorwoche waren die Bestände um 7,167 Millionen Barrel gefallen.

Auf dem Tageschart bleibt die kurzfristige Tendenz bärisch, da der Preis deutlich unter den 21-Tage-, 50-Tage- und 100-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) verharrt.
Momentum-Indikatoren untermauern den korrigierenden Ton, wobei der Relative Strength Index (RSI) unter der neutralen 50-Marke bei rund 42 verharrt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter der Nulllinie mit einem negativen Wert bleibt, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 50-Tage-SMA nahe 79,58 USD, dicht gefolgt vom 21-Tage-SMA bei 80,27 USD, wodurch sich eine nahe gelegene Angebotszone bildet, die eine Ausweitung der Erholung begrenzen könnte, während der 100-Tage-SMA weiter oben bei 87,43 USD als weiter entfernte Barriere fungiert.
Auf der Unterseite bietet die Zone von 67,00 USD bis 70,00 USD unmittelbare Unterstützung. Ein entscheidender Bruch unter diesen Bereich könnte den Weg für einen stärkeren Rückgang ebnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.